Archiv der Kategorie: Jahrestag

Adler Lokomotive: Google Doodle

Adler Lokomotive: 181. Jahrestag der Eröffnungsfahrt

Die Adler Lokomotive war die erste in Deutschland eingesetzte Lokomotive, die kommerziell genutzt wurde. Am 7. Dezember 1835, also heute vor 181 Jahren, fand die offizielle Eröffnungsfahrt statt. Im DB-Museum in Nürnberg kann ein Nachbau der Dampflokomotive besichtigt werden.

Adler Lokomotive: Google Doodle
Adler Lokomotive: Google Doodle

Die Adler Lokomotive wurde 1835 von den Eisenbahnpionieren George und Robert Stephenson konstruiert. In Deutschland wurde sie zunächst im Personenverkehr eingesetzt und später auch im Güterverkehr. Die Adler Lokomotive wurde im englischen Newcastle konstruiert, gebaut und an die Bayerische Ludwigseisenbahn für den Betrieb zwischen Nürnberg und Fürth geliefert.

Adler Lokomotive wurde in Einzelteilen geliefert

Als Robert Stephenson die Lok in England fertiggestellt hatte, musste sie nach Deutschland transportiert werden. Hierzu wurde sie wieder in Einzelteilen zerlegt und in 19 Kisten verstaut. Die Kisten werden zunächst per Schiff nach Rotterdam transportiert. Mitte September 1835 kamen sie dort an und sollten eigentlich per Schiff über den Rhein transportiert werden. Doch der niedrige Wasserstand macht dies unmöglich. Die Kisten wurden per Fuhrwerk nach Nürnberg transportiert.

Am 26. Oktober 1835 kamen die Kisten in Nürnberg an. Der englische Dampflock-Experte William Wilson setzt die Lokomotive vor Ort wieder zusammen. Nach drei Wochen in den Werkstätten von Johann Wilhelm Spaeth ist die Lokomotive montiert. Die neun Wagen der Adler werden in Nürnberg, Fürth und Lohr am Main gefertigt.

Der kurze Höhenflug der Adler Lokomotive

Am 7. Dezember 1835 versammelten sich bereits ganz früh Neugierige. Sie wollen auf keinen Fall die erste Fahrt der Adler Lokomotive verpassen. Mit ihr begann der Siegeszug der Eisenbahn, doch die Adler Lok kam bereits bald aufs Abstellgleis!

Schnell wurde der Strecke zwischen Nürnberg und Fürth der Rang abgelaufen. Die Entwicklung der Bahn lief an ihr vorbei. Auch die Lok gehörte bald zum alten Eisen und wurde zum Museumsstück. In die Schlagzeilen kam der Adler erst wieder, als sie bei einem Großbrand im Lokschuppen des Nürnberger DB Museums 2005 schwer beschädigt wurde.

Nachbau der Adler-Lokomotive
Nachbau der Adler-Lokomotive. Foto: Magnus Gertkemper | CC BY-SA 3.0

Video: Fahrt mit der Adler Lokomotive

Die Adler Lokomotive in diesem Video ist ein Original-Nachbau. Er ist das 100 Jahre später, nämlich 1935, ins Leben gerufene Exemplar, das im Jahre 2005 bei einem Brand im Nürnberger Museum stark beschädigt wurde. Mit hohen Kosten wurde der Adler wieder hergestellt. Es gibt noch einen zweiten Nachbau aus den 1950er Jahren, der aber nicht betriebsfähig ist.

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Transsibirische Eisenbahn: Google Doodle zum 100. Jahrestag der Fertigstellung

Die Transsibirische Eisenbahn ist eine Meisterleistung russischer Eisenbahningenieure und noch heute ein Mythos. Mit rund 9300 Kilometer Streckenlänge ist die Transsibirische Eisenbahn die längste durchgängige Eisenbahnstrecke der Welt.

Transsibirische Eisenbahn
Transsibirische Eisenbahn

Entwicklung der Eisenbahnnetze

Mitte des 19. Jahrhunderts war eine rasante Entwicklung der Eisenbahnnetze in weiten Teilen Europas zu beobachten. Sie verlief im russischen Zarenreich jedoch nur stockend. Es wurde zwar schon 1837 die erste Eisenbahn auf heutigem russischem Boden fertig gestellt, aber es war nur eine kleine Privatbahn für den Zaren. Sie verband die 23 Kilometer zwischen Sankt Petersburg und seiner Sommerresidenz, Zarskoje Selo. Erst 1852 wurde die zweite Bahnstrecke in Dienst gestellt, zwischen der damaligen Hauptstadt Sankt Petersburg und Moskau, mit einer Länge von circa 644 Kilometer. In Deutschland waren, etwa zur gleichen Zeit, bereits 8000 Kilometer in Betrieb.

Militärische und wirtschaftliche Gründe

Unter Zar Alexander II. (1855-1881) erfuhr Russland eine soziale und wirtschaftliche Modernisierung. Das Eisenbahnnetz erweitert. Sein Sohn, Zar Alexander III, entschied sich für den Bau der langen und technisch anspruchsvollen Strecke. Sie sollte die entfernte Hafenstadt Wladiwostok mit Moskau verbinden. Der eisfreie Hafen im Osten sollte an den Westen des russischen Reiches angebunden werden. So konnte man sich einen Teil des weltweiten Warentransports sichern. Zugleich hatte man eine Alternative zum langsameren Seeweg, der immerhin deutlich mehr als zwei Monate Zeit in Anspruch nahm. Mit dem Zug dauerte es dagegen nur circa fünf Wochen bis Europa.

Video: Transsibirische Eisenbahn

Beginn der Bauarbeiten

Die Bauarbeiten begannen 1891 in Wladiwostok. Aufgrund der Länge der Trasse, wurden die verschiedenen Streckenabschnitte gleichzeitig gebaut. Zeitweise waren bis zu 90.000 Arbeiter gleichzeitig im Einsatz. Der Bau ging, gemessen an der Herausforderung, schnell voran. Die extrem harten Arbeits- und Lebensbedingungen forderten jedoch ihren Preis: Zehntausende Arbeiter starben während der Bauphase an Krankheiten und Seuchen. Manchmal mussten sie im sibirischen Winter, bei Temperaturen um die minus 40 Grad Celsius ohne feste Behausung auskommen. Eine ausreichende medizinische Versorgung fehlte.

Transsibirische Eisenbahn fuhr im Schlitten über den Baikalsee

Ein durchgängiger Schienenverkehr zwischen St. Petersburg über Moskau nach Wladiwostok war ab 1904 möglich. Bis zur Fertigstellung der felsigen Passage am Baikalsee musste die Bahn im Winter mit Schlitten transportiert werden. Im Sommer übernahmen Schiffe den Transport über den riesigen See.

Die Fertigstellung dieses technisch schwierigsten und kostspieligsten Teilstücks wurde aufgrund des Russisch-Japanischen Kriegs (1904- 1905) forciert, da die Strecke nun militärisch bedeutsam wurde. Für einen Kilometer Strecke durch die Felsen am Seeufer benötigte man einen ganzen Waggon voller Sprengstoff. Dadurch stiegen die Baukosten beinahe auf den dreifachen Preis eines durchschnittlichen Kilometers der Transsibirischen Eisenbahn.

Transsibirische Eisenbahn
Transsibirische Eisenbahn

Der Krieg machte eine veränderte Streckenführung notwendig. Ein Teil der Strecke führte nämlich durch die Mandschurei, die nicht zu Russland gehörte. Die Angst vor einer japanischen Besatzung der Mandschurei veranlasste die russische Führung, die Streckenführung zu verändern. Bis 1916 wurden an der Amur-Strecke gebaut, die seitdem die klassische Streckenführung der Transsibirischen Eisenbahn darstellt.

Transsibirische Eisenbahn war sehr langsam

Bis heute bleibt die technische Meisterleistung der Arbeiter und Ingenieure beeindruckend. Anfangs bevorzugte man einfache und billige Lösungen. Man vermied Tunnel durch enge Kurven und große Steigungen und verbaute Material minderwertiger Qualität. Dies geschah jedoch auf Kosten der Reisegeschwindigkeit, die Anfang des 20. Jahrhunderts kaum die 30 km/h überstieg, was auch für die damalige Zeit sehr langsam war.

Die Schienen waren leichter als üblich und bogen sich. Doch dies war auch eine notwendige Anpassung an die klimatischen Bedingungen. Die Schienen wären sonst womöglich in den auftauenden Frostböden eingesunken. Brücken, die anfangs aus Holz gebaut wurden, fingen manchmal wegen des Funkenflugs Feuer. Später baute man Brücken aus Stein und Stahl. Insgesamt über 485 Brücken liegen auf der Strecke, einige von ihnen gehören zu den längsten Brücken Asiens. So zum Beispiel die Amur-Brücke, die zwei Kilometer überspannt.

Trotz der großen Bedeutung der Strecke war sie nur eingleisig ausgebaut. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das zweite Gleis geplant. Es konnte jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg zu Ende geführt werden.

Das Google Doodle

Prager Rathausuhr: Google Doodle

Prager Rathausuhr: 605 Jahre Aposteluhr

Die Prager Rathausuhr ist eine weltweit bekannte astronomische Uhr aus dem Jahr 1410. Sie befindet sich an der Südmauer des Altstädter Rathauses in Prag. Die Aposteluhr ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten der tschechischen Hauptstadt und ein wertvolles Kulturdenkmal. Außer der Uhrzeit zeigt sie auch die Phase des Mondes und der Sterne an.

Prager Rathausuhr: Google Doodle
Prager Rathausuhr: Das Google Doodle

Die Prager Rathausuhr ist auch als Aposteluhr oder Altstädter Astronomische Uhr bekannt. Sie wurde nicht in einem Stück gebaut, sondern wuchs im Laufe der Jahrhunderte. Zusammen mit dem Altstädter Rathaus bildet sie einen unentbehrlichen Bestandteil des alten Prags.

Jan Ondřejův, genannt Šindel, führte die für den Bau 1410 notwendigen Berechnungen aus und entwarf das Aussehen der astronomischen Uhr. Sie wurde heute vor 605 Jahren, am 9. Oktober 1410 im Rathausturm eingebaut. Erst in einer zweiten Phase, etwa 1490, kam unterhalb des astronomischen Zifferblattes ein Kalender hinzu , eine Arbeit des Uhrmacher Jan Růže, Meister Hanuš genannt.

Jahrhundertelang hatte man angenommen, dass die Uhr von ihm gebaut worden sei; doch dank eines im Jahre 1961 gefundenen Dokuments kam ihre wahre Geschichte schließlich ans Tageslicht.

Die Uhr besteht aus drei Hauptkomponenten:

  1. einem astronomischen Zeiger,
    der die Uhrzeit sowie die Position von Sonne und Mond anzeigt
  2. einer Scheibe mit Medaillons,
    die die Monate anzeigt,
  3. einem Mechanismus,
    der die stündliche Prozession der Zwölf Apostel zeigt.

Kalendarium

Detailaufnahme der Prager Rathausuhr
Kalendarium der Prager Rathausuhr

Das untere Zifferblatt ist ein Kalender, der die Monate und die Tage zählt. Der äußere Rand der Scheibe besteht aus 365 Segmenten, die jeweils vier Felder haben. Von innen gesehen ist im ersten Feld der Tag des Monats, im zweiten der Sonntagsbuchstabe, im dritten der Namenstag, wobei die geweihten Namenstage rot geschrieben sind, und im äußeren Feld sind die Anfangssilben des Cisiojanus dargestellt.

Apostelzug an Prager Rathausuhr

Im 17. Jahrhundert wurde die Uhr beiderseits der Zifferblätter durch Figuren ergänzt. Der Zeitpunkt, zu dem die in den beiden Fensterchen oberhalb des astronomischen Zifferblattes ausgestellten astrologischen Tabellen gegen die Figuren der 12 Apostel ausgetauscht wurden, ist nicht eindeutig bekannt. Historisch belegt ist die Existenz der Apostel erst seit 1860. Die Figur des Hahnes kam 1882 hinzu.


Mythen und Sagen

Ritter und Sensenmann

Obwohl die Rathausuhr viele Zeichen enthält, so interessieren sich die Menschen am meisten für den gefürchteten Sensenmann, dem in der Regel schlechte Omen und Wahrsagereien angedichtet wurden.

Böhmische Adlige

Nach dem Ständeaufstand in Böhmen 1621 wurden 27 böhmische Adlige vor dem Prager Rathaus exekutiert. Ihre Köpfe wurden am Altstädter Brückenturm zur Abschreckung aufgehängt. Die Legende besagt, dass sich jedes Jahr am Tag der Exekution alle 27 Geköpften vor dem Rathaus treffen und dann langsam und still zum Südportal gehen und die astronomische Uhr beobachten.

Sehenswürdigkeiten in Prag

Prag ist eine wunderschöne Stadt. Der ein oder andere wird sicherlich die Gelegenheit haben, die Aposteluhr aus nächster Nähe zu bestaunen. Wenn Du zu jenen gehörst, dann solltest Du Dir die folgenden Sehenswürdigkeiten in Prag ebenfalls nicht entgehen lassen:

Aussichtsturm Petrín

Etwas weiter im Süden befindet sich mitten auf dem nächsten Stadtberg, dem Petrin, ein Aussichtsturm, der dem Eiffelturm in Paris nachempfunden ist. Der Spaziergang dorthin führt einen kreuz und quer durch einen wunderschönen Park und dauert etwas mehr als 30 Minuten. Zwischendurch lohnt auch der Blick auf die Moldau und Prag.

Karlsbrücke

Sie zählt zu den ältesten Steinbrücken Europas: Die Karlsbrücke über die Moldau. Begrenzt von zwei Türmen ist sie nur für Fußgänger geöffnet und fast rund um die Uhr sehr belebt. Ein Muss für jeden Prag-Besucher.

Pulverturm

Der Pulverturm zählt zu den 13 Befestigungstürmen und Toren die einst die Altstadt von Prag umgaben. Der 65 Meter hohe Pulverturm ist Tor auf der königlichen Route durch die Altstadt über die Karlsbrücke hinauf auf den Hügel zur Burg.

Wenzelsplatz

Er wirkt ja eher wie ein Boulevard als ein Platz. Das muss daran liegen, dass der Wenzelsplatz über 700 m lang ist und damit zu Europas größten Plätzen gehört. Als bedeutendster politischer Versammlungsort der Republik war er der Schauplatz großer Demonstrationen, z.B. 1968 und 1989.

Ich muss zugeben: Es will mir weder gelingen die Uhrzeit noch das Datum der Prager Rathausuhr abzulesen. Hast Du das Prinzip besser verstanden und keine Schwierigkeiten, Dich an der astronomischen Uhr zu orientieren?

Erste elektrische Ampel: Google Doodle

Erste elektrische Ampel: Drei Lichter eroberten die Welt

Rot, gelb, grün – drei berühmte Lichter eroberten die Welt. Die erste elektrische Ampel erblickte am 5. August 1914 in Cleveland (USA) das Licht der Welt. Sie regelte den Verkehr an der Kreuzung East 105th Street Ecke Euclid Avenue.

Erste elektrische Ampel: Google Doodle
Erste elektrische Ampel: Google Doodle

Erste Ampel explodierte

Die Versuche, den Verkehr mittels Ampeln regeln zu wollen, reichen jedoch viel weiter zurück. So wurde am 10. Dezember 1868 die erste Ampel der Welt in London, auf dem  „Parliament Square“, in Betrieb genommen. Sie wurde mit Gas betrieben und explodierte bereits nach kurzer Zeit.

Erst nach der Verbreitung des elektrischen Lichts in den Großstädten wurden wieder Ampeln zur Verkehrsregelung aufgestellt.

Erste elektrische Ampel

Die am 5. August 1914 installierte Lichtsignalanlage in Cleveland (USA) gilt als erste elektrische Ampel der Welt und hatte nur zwei Lampen: rot und grün.  Statt gelbes Licht signalisierte eine Glocke den Farbwechsel an, ein Konzept, dass bald vom lärmenden Verkehr überholt wurde.

Acht Jahre später bricht auch in Europa das Zeitalter der Ampel an. Von 1922 an wird der Verkehr in Paris per Lichtzeichen geregelt. Die erste elektrische Ampel in Deutschland steht – ebenfalls 1922 – in Hamburg. Die deutsche Hauptstadt Berlin kommt ab 1924 in den Genuss einer Ampelanlage. Auf Europas verkehrsreichsten Platz, dem Potsdamer Platz in Berlin, regelte zuvor ein Schutzmann den Verkehr. Er macht mit einer Trompete auf sich aufmerksam und wurde „Posaunenengel“ genannt.

Erste elektrische Ampel in Deutschland: Potsdamer Platz in Berlin
Erste elektrische Ampel in Deutschland: 1924 installierte Siemens auf dem Potsdamer Platz in Berlin die erste automatisch arbeitende Verkehrsampel. (Bild von 1936)
Foto: www.siemens.com/presse

Ein Nachbau Berlins erster Ampel ist noch heute auf dem Potsdamer Platz in Berlin zu bestraunen.

Ampeln der Zukunft kommunizieren

Ampeln der nächsten Generationen werden sehr stark mit der Infrastruktur und mit den Verkehrsteilnehmern kommunizieren, wie Herr Wilke Reints, Entwicklungsleiter der Siemens AG mitteilt.

Woher kommt der Name Ampel?

Der Begriff Ampel stammt aus dem lateinischen Wort „ampula“. Der Begriff lässt sich mit „kleines, bauchiges Gefäß“ übersetzen. Entwickelt hat sie sich aus der griechischen Amphore, der tönernen Wein- oder Ölkanne mit zwei Henkeln. In der Spätantike schufen Glasbläser eine durchsichtige Zwergform – ein Salbgefäß für Schminke und Parfüm – verniedlichend als Amphorula bezeichnet. Daraus wurde durch Sprachverschleifung (amporla, ampurla) schließlich die Verkleinerungsform ampulla.

Im frühen Mittelalter verstand man unter Ampulle indes nicht wie heute ein steriles medizinisches Serumröhrchen, sondern das ewige Licht über dem Kirchenaltar: Aus dem Gefäß für kostbare Öle zur Hautpflege war ein Behältnis für Lampenöl geworden.

Die behördliche Bezeichnung lautet Lichtzeichenanlage oder auch Wechsellichtzeichenanlage.

Ostdeutsche Ampelmännchen

Weltweite Unterschiede gibt es vor allem bei den Fußgäüngerampeln. Man denke nur an die legendären ostdeutschen Ampelmännchen oder die Aufforderungen „Walk“ und „Don’t Walk“ in den USA.

Wer es funky mag, dem sei die Doodle-Animation von Ingo empfohlen. Er ist sozusagen der Doodle-Remixer.

Informationsquellen: WDR, Siemens, Wikipedia. Den aktuellen Stand der Suchergebnisse gibt es hier zu sehen: Erste elektrische Ampel.

Tag der Erde: Google Doodle

Tag der Erde Quiz: Welches Tier bist du?

Der Tag der Erde (auch engl. Earth Day) findet alljährlich in über 175 Ländern weltweit statt und soll die Menschen dazu anregen, die Art ihres Konsumverhaltens zu überdenken. Er findet auf Beschluss des US-Kongresses seit 1970 in den USA statt. Seit 1990 wird dieser weltliche Feiertag international am 22. April begangen.

Tag der Erde Google Doodle
Tag der Erde 2015 Google Doodle

Tag der Erde: Das Quiz

Erstmals in der Geschichte der Doodles führt ein Klick auf das Bild zu einem Quiz. „Wie sieht ein typischer Freitagabend bei Ihnen aus?„, fragt die Suchmaschine. Vier Antwortmöglichkeiten stehen zur Wahl: „Allein zu Hause“, „Selten draußen anzutreffen“, „Abfeiern“ und „Mit Freunden losziehen“.

Screenshot des Tag der Erde Quiz
Im „Tag der Erde Quiz“ stellt Google fünf Fragen

Auch die weiteren Fragen scheinen keinen Bezug zum „Tag der Erde“ zu haben. Nach Beantwortung der fünften Frage gibt Google die Antwort auf die eingangs gestellte, „Welches Tier bist du?“. Google weist uns nun ein Tier zu: Komodowaran, Koralle, Honigbiene, Fangschreckenkrebs, Honigdachs oder doch eher Schreikranich? Welches Tier bist Du?

Zwei der „enträtselten“ Tiere, nämlich der Schreikranich und der Honingdachs, werden in der Liste der EU-Artenschutzverordnung geführt. Einen weiteren Zusammenhang der „Lösungs-Tiere“ konnte ich nicht entdecken, aber ich bin auch kein Biologie. Es spornt jedoch ungemein an, mehr über die Tiere in Erfahrung bringen zu wollen. Und Google wäre nicht Google, hätten sie die Lösung nicht ebenfalls als Suchanfrage hinterlegt. „Suche“, „Teilen“ oder „Noch einmal teilnehmen“, vor diese Wahl wird am am Ende des Tag der Erde Quiz gestellt.

Wie der Tag der Erde entstand

Die Idee zum Tag der Erde entstand spontan unter amerikanischen Studenten und war von Anfang an eng mit der Umweltbewegung verknüpft. Sowohl Name als auch Konzept des Earth Day wurden erstmalig 1969 vom US-Amerikaner John McConnel im Rahmen einer UNESCO-Konferenz in San Francisco vorgeschlagen.

McConnel nannte im Rahmen seines Vorschlags den 21. März 1970, dem ersten Frühlingstag der nördlichen Hemisphäre als mögliches Datum für diesen Aktionstag, welches später tatsächlich vom damaligen UN-Generalsekretär U Thant als weltweiter Aktionstag in Sachen Umweltschutz proklamiert wurde.

Seitdem wird dieses Datum in zahlreichen US-Städten als Aktionstag genutzt, zu dessen Tradition es gehört, dass die Weltfriedensglocke geläutet wird.

In etwa zeitgleich zu McConnels Konzeption des Earth Day initiierte der damalige US-Senator von Wisconsin, Gaylord Nelson, einen nationalen Umweltaktionstag unter dem Namen „Environmental Teach-in“ oder eben „Earth Day“, der seit 1970 immer am 22. April begangen wird. Nelsons Ziel war es, auf die Problematik Umweltverschmutzung weltweit aufmerksam zu machen.

Von Beginn an ein großer Erfolg

Bereits der allererste Tag der Erde (Earth Day) fand mit 20 Millionen Teilnehmern in den Vereinigten Staaten großen Anklang, wobei hier vor allem die amerikanischen Universitäten und Colleges Veranstaltungen als primäre Ausrichter der Aktionen eine tragende Rolle spielten.

Seit 1990 wird der Tag der Erde immer am 22. April auch international bzw. als globale Kampagne mit vielen Aktionen und Veranstaltungen begangen. Ein Grund für die Wahl des 22. Aprils: Als Tag der Schöpfung ist dieses Datum für die Evangelisch-Lutherische Kirche in den USA auch ein hoher kirchlicher Feier- bzw. Gedenktag.

Dabei verfolgte die erste internationale Auflage des Earth Day das Ziel, das öffentliche Bewusstsein für die auf der UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro auf den Tisch gebrachten Umweltproblematiken zu sensibilisieren.

Tag der Mutter Natur

2009 brachte die bolivianische Regierung unter ihrem Präsidenten Evo Morales den Vorschlag im Rahmen der Generalversammlung der Vereinten Nationen ein, den 22. April fortan zum Internationalen Tag der Mutter Erde (engl. International Mother Earth Day) zu erklären, um hier den ursprünglichen Gedanken des Earth Day weiterzuführen. Die Generalversammlung stimmte diesem Antrag zu. Eine gewisse aktuelle Dringlichkeit erhielt dieser Aktionstag dann im Jahr 2009.

Morales benannte in seiner Ansprache als Hauptverantwortlichen für das ökologische und gesellschaftliche Ungleichgewicht des Planeten in erster Linie die Entwicklung der kapitalistischen Wirtschaftssysteme. Im Rahmen des Internationalen Tags der Mutter Erde sollten dann die anwesenden Staatsvertreter gemeinsam mit Experten und Nichtregierungsorganisationen (NGO) Wege aus der Klimakrise suchen.

Abkommen der Völker

Mit über 30.000 Teilnehmern aus über 140 Ländern und Regierungsvertretern aus 47 Ländern konnte die vom 20.-22. April in Cochabamba stattfindende Konferenz einen großen Erfolg verzeichnen. In Arbeitsgruppen wurde dann das sogenannte Abkommen der Völker erarbeitet, mit dem die Industrieländer dazu aufgefordert wurden, ihren CO2-Ausstoß bis 2010 zu halbieren sowie 6 % ihres jährlichen Haushalts in einen Weltklimafonds einzuzahlen. Bei Widersetzen dieser Abmachungen sollen Regierungen und Unternehmen verklagt werden können.

Weitere Informationen zum Tag der Erde

Ungeheuer von Loch Ness: Google Doodle

Ungeheuer von Loch Ness

81 Jahre auf der Suche nach dem Ungeheuer von Loch Ness

Das erste Foto vom Ungeheuer von Loch Ness entstand bereits im November 1933. Hugh Gray fotografierte etwas, dass aussah wie ein aus dem Wasser ragender Hals. Das Motiv stellte sich jedoch schnell als Hund (ein Labrador) mit einem Stock im Maul heraus.

Die von Dr. Robert Kenneth Wilson angefertigte Fotografie ist weitaus bekannter und wurde für das erste Foto des Ungeheuers von Loch Ness gehalten. Der Chirurg wollte namentlich nicht mit dem Bild in Zusammenhang gebracht werden. Angeblich suchte er etwas am Loch Ness, als er das Ungeheuer bemerkte. Er will seinen Fotoapparat ausgepackt und vier Aufnahmen angefertigt haben.

Loch Ness mit Urquhart Castle
Die Heimat des Ungeheuers, der Loch Ness in Schottland

Google erinnert mit einem Google Doodle an das heute vor 81 Jahren – am 21. April 1934 – in der Daily Mail veröffentlichte (vermeintlich) erste Foto des Ungeheuers von Loch Ness.

Fälschung flog erst 60 Jahre später auf

Erst 60 Jahre später stellte sich heraus, dass es sich bei dem Foto um eine Fälschung handelte. Am 12. März 1994 gab der Schauspieler, Filmproduzent und Großwildjäger Marmaduke Wetherell zu, dass er getrickst hatte. Um damals die Glaubwürdigkeit zu steigern wurde der ahnungslose Chirurg als Urheber der Fotografie ins Gespräch gebracht. Dies erklärt dann auch, weshalb der Name nicht mit dem Foto veröffentlicht werden sollte.

Wetherells  Geständnis kam zwar freiwillig, aber wohl doch aus einer Not heraus. Er war zu jener Zeit nämlich bei der Daily Mail angestellt und mit der Suche nach dem Ungeheuer von Loch Ness beauftragt. Vielleicht war er es satt, ein Ungeheuer zu suchen, welches es gar nie gab?

Google Doodle zeigt den Schwindel

Das gefakte Foto zeigte nämlich gar kein Ungeheuer von Loch Ness sondern lediglich ein selbstgebautes, kleines Monster, welches auf einem Spielzeug-U-Boot montiert war.

Eben dieses kleine U-Boot mit aufmontiertem „Ungeheuer“ zeigt auch das Google Doodle und lässt es durch „Loch Ness“ schwimmen. Hm, schwimmen oder fahren U-Boote eigentlich? Egal. Die Besatzung des U-Bootes sieht jedenfalls eher wie Außerirdische aus, was wohl aber genau so ausgeschlossen werden darf, wie die Existenz des Ungeheurs von Loch Ness.

Ungeheuer von Loch Ness
Ungeheuer von Loch Ness war 1934 doch nur ein Fake.

Nessie, etwa nur ein Zirkus-Elefant?

Die neueste Erklärung zu den Fotos von 1933 und 1934 stammen vom schottischen Paläontologen Neil Clark. Er vertritt die Meinung, das auf den Fotos abgebildete Tier sei ein schwimmender Elefant des Zirkus Olympia gewesen. Der damalige Direktor des Zirkus, Bertram Mills, setzte sogar ein Kopfgeld von 20.000 Pfund aus, wohl wissend, dass das „Ungeheuer von Loch Ness“ sich in seinem Zirkus befand.

Ungeheuer von Loch Ness: Des Rätsels Lösung

Der BBC und dem NDR ist es nun gelungen, endgültig zu klären, ob das Ungeheuer im Loch Ness sein Unwesen treibt. Mit modernster Sonartechnik hat ein Expertenteam den 36 km langen und 230 m tiefen See durchmustert.

Pony Express Google Doodle

155 Jahre Pony Express: Das spielbare Google Doodle

Der Pony Express transportierte Briefe quer durch die USA und das in nur zehn Tagen, das war eine Revolution im Postversand. 

Über 3000 Kilometer unter anderem durch die Rocky Mountains und die Sierra Nevada legt der Pony Express in nie dagewesener Geschwindigkeit zurück. Ein ausgeklügeltes Staffelsystem sorgte dafür, dass die Briefe so schnell ankamen. Rund ein Jahr lang war der Pony Express die schnellste Postverbindung in Nordamerika.

Pony Express

Im Abstand von zehn Meilen wurden 157 Relaisstationen auf der Route gebaut. Der Abstand entspricht etwa die Strecke, die ein Pferd galoppieren kann, bevor es ermüdet. Die Reiter kündigten sich bereits aus der Ferne per Signalhorn an. So konnte bei ihrer Ankunft bereits ein frisches Pony für den Reiter zur Verfügung stehen. Bis zu einem Dutzendmal wechselten sie so das Pferd. Die Boten waren meist sehr junge, sehr leichte Männer. Ein Revolver gehörte zur Grundausstattung der Pony-Reiter, deren berühmtester Vertreter wohl William Cody war, später berühmt als Buffalo Bill.

Das Ende des Pony Express

Bereits ein Jahr später, im Jahr 1861, ging die erste transkontinentale Telegrafenleitung in Betrieb und machte den Pony Express überflüssig.

Spiele das Pony Express Google Doodle

Spiele Buffalo Bill und reite als Pony Express durch die Prärie. Sammele dabei die herumliegenden Briefe ein, aber weiche Kakteen und anderen Hindernissen aus. Dein Pony kannst Du mit den Cursortasten steuern. So, und nun viel Glück!

Offizielles Video über das Doodle:

Das schreiben andere:

When was the first mail delivered via the pony express (doodlefnder.org)
Pony Express – 155. Jahrestag des Pony-Express (oceparx.de)

Wann wurde der Eiffelturm eröffnet: Google Doodle

Wann wurde der Eiffelturm eröffnet?

Wann wurde der Eiffelturm eröffnet? Das fragt Google heute im Doodle und gibt die Antwort selbst.

Wann wurde der Eiffelturm eröffnet?

Am 31. März 1889 wurde der Eiffelturm für die Öffentlichkeit eröffnet. Als höchstes Bauwerk von Paris prägt der Eiffelturm das Stadtbild.  Pro Jahr wird der Turm von rund sieben Millionen Menschen besucht. Er gehört damit zu den meistbesuchten Wahrzeichen der Welt.

Eiffelturm Google Doodle

Wann wurde der Eiffelturm eröffnet – Google Doodle

Der Eiffelturm ist ein 324 Meter hocher Eisenfachwerk-Turm in Paris. Er steht im 7. Arrondissement am nordwestlichen Ende des Champ de Mars (Marsfeld), nahe dem Ufer der Seine.

Warum wurde der Eiffelturm 1889 eröffnet?

Das von 1887 bis 1889 errichtete Bauwerk wurde als monumentales Eingangsportal und Aussichtsturm für die Weltausstellung zur Erinnerung an den 100. Jahrestag der Französischen Revolution errichtet.

Der nach dem Erbauer Gustave Eiffel benannte Turm war von seiner Erbauung bis zur Fertigstellung des Chrysler Building 1930 in New York das höchste Bauwerk der Welt.

Mit der Ausstrahlung des ersten öffentlichen Radioprogramms 1921 in Europa und des ersten französischen Fernsehprogramms 1935 trug das Bauwerk als Sendeturm zur Geschichte des Hörfunks und des Fernsehens bei. Der Fernsehturm ist die wichtigste Sendeanlage des Großraums Paris und beherbergt als Turmrestaurant das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant Le Jules Verne.

Der Eiffelturm ist eine der bekanntesten Ikonen der Architektur und Ingenieurskunst. Der Eiffelturm ist das Vorbild vieler Nachahmerbauten und wird in Kunst und Kultur im Zusammenhang mit Paris und Frankreich vielfach aufgegriffen. Er gilt als nationales Symbol der Franzosen und avancierte zu einer weltweiten Ikone der Moderne. Seit 1964 ist der Eiffelturm als monument historique denkmalgeschützt, und 1986 nahm die American Society of Civil Engineers das Bauwerk in die Liste der historischen Meilensteine der Ingenieurbaukunst auf.

Eiffel hat den Eiffelturm nicht erfunden

Der Eiffelturm trägt zwar den Namen des Ingenieur Gustave Eiffel, doch die technische Konstruktion stammt gar nicht von ihm. Die mit Bögen verzierte Baugestalt geht auf den Architekten Stephen Sauvestre zurück. Gustave Eiffel selbst hat den Eiffelturm nie so genannt.

Wer wollte vor Eiffel Eiffeltürme eröffnen?

Der Erste, der einen rund 300 Meter hohen Eisenturm erbauen wollte, war Gustave Eiffel war nicht. Bereits im Jahre 1833 entwarf Richard eine 1000 Fuß hohen Turm.

Die Amerikaner Thomas Curtis Clarke und David Reeves wollten für die Weltausstellung 1876 in Philadelphia den Centennial Tower bauen.

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