Tag der Erde: Google Doodle

Tag der Erde Quiz: Welches Tier bist du?

Der Tag der Erde (auch engl. Earth Day) findet alljährlich in über 175 Ländern weltweit statt und soll die Menschen dazu anregen, die Art ihres Konsumverhaltens zu überdenken. Er findet auf Beschluss des US-Kongresses seit 1970 in den USA statt. Seit 1990 wird dieser weltliche Feiertag international am 22. April begangen.

Tag der Erde Google Doodle
Tag der Erde 2015 Google Doodle

Tag der Erde: Das Quiz

Erstmals in der Geschichte der Doodles führt ein Klick auf das Bild zu einem Quiz. „Wie sieht ein typischer Freitagabend bei Ihnen aus?„, fragt die Suchmaschine. Vier Antwortmöglichkeiten stehen zur Wahl: „Allein zu Hause“, „Selten draußen anzutreffen“, „Abfeiern“ und „Mit Freunden losziehen“.

Screenshot des Tag der Erde Quiz
Im „Tag der Erde Quiz“ stellt Google fünf Fragen

Auch die weiteren Fragen scheinen keinen Bezug zum „Tag der Erde“ zu haben. Nach Beantwortung der fünften Frage gibt Google die Antwort auf die eingangs gestellte, „Welches Tier bist du?“. Google weist uns nun ein Tier zu: Komodowaran, Koralle, Honigbiene, Fangschreckenkrebs, Honigdachs oder doch eher Schreikranich? Welches Tier bist Du?

Zwei der „enträtselten“ Tiere, nämlich der Schreikranich und der Honingdachs, werden in der Liste der EU-Artenschutzverordnung geführt. Einen weiteren Zusammenhang der „Lösungs-Tiere“ konnte ich nicht entdecken, aber ich bin auch kein Biologie. Es spornt jedoch ungemein an, mehr über die Tiere in Erfahrung bringen zu wollen. Und Google wäre nicht Google, hätten sie die Lösung nicht ebenfalls als Suchanfrage hinterlegt. „Suche“, „Teilen“ oder „Noch einmal teilnehmen“, vor diese Wahl wird am am Ende des Tag der Erde Quiz gestellt.

Wie der Tag der Erde entstand

Die Idee zum Tag der Erde entstand spontan unter amerikanischen Studenten und war von Anfang an eng mit der Umweltbewegung verknüpft. Sowohl Name als auch Konzept des Earth Day wurden erstmalig 1969 vom US-Amerikaner John McConnel im Rahmen einer UNESCO-Konferenz in San Francisco vorgeschlagen.

McConnel nannte im Rahmen seines Vorschlags den 21. März 1970, dem ersten Frühlingstag der nördlichen Hemisphäre als mögliches Datum für diesen Aktionstag, welches später tatsächlich vom damaligen UN-Generalsekretär U Thant als weltweiter Aktionstag in Sachen Umweltschutz proklamiert wurde.

Seitdem wird dieses Datum in zahlreichen US-Städten als Aktionstag genutzt, zu dessen Tradition es gehört, dass die Weltfriedensglocke geläutet wird.

In etwa zeitgleich zu McConnels Konzeption des Earth Day initiierte der damalige US-Senator von Wisconsin, Gaylord Nelson, einen nationalen Umweltaktionstag unter dem Namen „Environmental Teach-in“ oder eben „Earth Day“, der seit 1970 immer am 22. April begangen wird. Nelsons Ziel war es, auf die Problematik Umweltverschmutzung weltweit aufmerksam zu machen.

Von Beginn an ein großer Erfolg

Bereits der allererste Tag der Erde (Earth Day) fand mit 20 Millionen Teilnehmern in den Vereinigten Staaten großen Anklang, wobei hier vor allem die amerikanischen Universitäten und Colleges Veranstaltungen als primäre Ausrichter der Aktionen eine tragende Rolle spielten.

Seit 1990 wird der Tag der Erde immer am 22. April auch international bzw. als globale Kampagne mit vielen Aktionen und Veranstaltungen begangen. Ein Grund für die Wahl des 22. Aprils: Als Tag der Schöpfung ist dieses Datum für die Evangelisch-Lutherische Kirche in den USA auch ein hoher kirchlicher Feier- bzw. Gedenktag.

Dabei verfolgte die erste internationale Auflage des Earth Day das Ziel, das öffentliche Bewusstsein für die auf der UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro auf den Tisch gebrachten Umweltproblematiken zu sensibilisieren.

Tag der Mutter Natur

2009 brachte die bolivianische Regierung unter ihrem Präsidenten Evo Morales den Vorschlag im Rahmen der Generalversammlung der Vereinten Nationen ein, den 22. April fortan zum Internationalen Tag der Mutter Erde (engl. International Mother Earth Day) zu erklären, um hier den ursprünglichen Gedanken des Earth Day weiterzuführen. Die Generalversammlung stimmte diesem Antrag zu. Eine gewisse aktuelle Dringlichkeit erhielt dieser Aktionstag dann im Jahr 2009.

Morales benannte in seiner Ansprache als Hauptverantwortlichen für das ökologische und gesellschaftliche Ungleichgewicht des Planeten in erster Linie die Entwicklung der kapitalistischen Wirtschaftssysteme. Im Rahmen des Internationalen Tags der Mutter Erde sollten dann die anwesenden Staatsvertreter gemeinsam mit Experten und Nichtregierungsorganisationen (NGO) Wege aus der Klimakrise suchen.

Abkommen der Völker

Mit über 30.000 Teilnehmern aus über 140 Ländern und Regierungsvertretern aus 47 Ländern konnte die vom 20.-22. April in Cochabamba stattfindende Konferenz einen großen Erfolg verzeichnen. In Arbeitsgruppen wurde dann das sogenannte Abkommen der Völker erarbeitet, mit dem die Industrieländer dazu aufgefordert wurden, ihren CO2-Ausstoß bis 2010 zu halbieren sowie 6 % ihres jährlichen Haushalts in einen Weltklimafonds einzuzahlen. Bei Widersetzen dieser Abmachungen sollen Regierungen und Unternehmen verklagt werden können.

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