Bessie Coleman: Google Doodle

Bessie Coleman: Die erste Afroamerikanerin mit Pilotenschein

Bessie Coleman (1892 – 1926) war die erste Afroamerikanerin mit Pilotenschein und die erste Frau weltweit mit internationalem Pilotenschein. Die farbige Pilotin wird auch Brave Bessie und Queen Bessie genannt. Sie starb jung auf einer Flugschau. Seit 2003 gilt sie als eine der 100 wichtigsten Frauen in der Luftfahrt.

Geboren wurde Bessie Coleman am 26. Januar 1892 in Atlanta (Texas). Sie war das zehnte von insgesamt dreizehn Kinder. Auf der kleinen Farm ihrer Eltern verbrachte sie eine unbeschwerte Kindheit.

Bessie Coleman besuchte eine kleine Schule für farbige Kinder, die aus nur einem Zimmer bestand. Täglich musste sie mehr als sechs Kilometer weit laufen, um am Unterricht teilnehmen zu können. Bessie war eine sehr gute Schülerin, obwohl ihre Eltern oftmals kein Geld für Schulmaterialien hatte. Dennoch absolvierte sie alle acht Klassen.

Ihr Vater, George Coleman, verließ 1901 die Familie. Um dem Rassismus in den Südstaaten zu entgehen kehrte er in seine Heimat Oklahoma zurück. Da dessen Besiedlung durch Weiße dort erst begonnen hatte, versprach er sich dort ein besseres Leben. Seine Familie folgte ihm jedoch nicht.

Nach ihrem 18. Geburtstag setzte Bessie Coleman alles auf eine Karte: Sie nahm all ihre Ersparnisse und schrieb sich an der Colored Agricultural and Normal University (heute Langston Universität) in Oklahoma ein. Doch bereits nach einem Semester waren ihr Geld aufgebraucht. Sie musste das Studium abbrechen und kehrte wieder zurück nach Hause.

Mit zwei ihrer Brüder zog Bessie im Jahr 1915 nach Chicago. Sie teilten sich eine Wohnung und arbeiteten in einem Supermarkt. Bessie arbeitete später als Maniküre in einem Friseursalon. Da beim Friseur viel erzählt wird, hörte sie oft Geschichten über Piloten, die aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt waren. Ihr Traum, selbst Pilotin werden zu wollen, war geweckt. Verstärkt wurde ihr Wunsch durch einen ihrer Brüder. Er ärgerte sie, indem er ihr bei jeder Gelegenheit sagte, dass französische Frauen besser seien als afroamerikanische, denn Französinnen waren bereits Pilotinnen geworden.

Keine Flugschule wollte Bessie Coleman

Ihr großer Traum wäre jedoch beinahe an den amerikanischen Flugschulen gescheitert. Eine Frau will Pilotin werden und dazu noch eine Farbige? Das war zur damaligen Zeit für viele undenkbar. Doch Bessie hatte einflussreiche Freunde, die sie in dem Friseursalon kennen lernte. Einer von ihnen war Robert S. Abbott (1868 – 1940), Gründer und Herausgeber des Chicago Defender, der wichtigsten Wochenzeitung der Afrikaner in Chicago. Ein weiterer Förderer war der Immobilienhändler Jesse Bings.

Ausbildung zur Pilotin in Frankreich

Wenn niemand in den USA bereit ist, sie zur Pilotin auszubilden, dann muss Bessie dort leben, wo dies möglich ist, in Frankreich. Dank der Unterstützung durch Robert S. Abbott und Jesse Bings konnte Bessie Coleman in der Berlitz Sprachschule die französische Sprache lernen.

Am 20. November 1920 war der große Tag gekommen: Mit dem Ozeandampfer SS Imperator reiste sie nach Frankreich, um dort ihre Pilotenausbildung zu machen. Ihre ersten Flugstunden absolvierte sie in einem Doppeldecker des Typs Nieuport. Als einzige nicht-weiße Flugschülerin lernte sie das Fliegen Innerhalb nur eines Jahres. Ihre vom Aéro-Club de France ausgestellte Fluglizenz trägt das Ausstellungsdatum 15. Juni 1921.

Bessie Coleman: Pilotenschein
Bessie Coleman: Ihre Fluglizenz trägt das Ausstellungsdatum 15. Juni 1921

Medienrummel nach Rückkehr in die USA

Im September 1921 kehrte Bessie in die USA zurück und löste einen Medienrummel aus. Nahezu jede Zeitung und Zeitschrift wollte ein Interview mit ihr führen. Sie wurde zu vielen Veranstaltungen eingeladen.

Bessie Coleman in Deutschland

Ende Februar 1922 reiste Bessie Coleman für drei Monate nach Europa. Sie besuchte neben Frankreich auch Deutschland. Sie flog verschiedene Flugzeuge und lies sich dabei filmen.

Ihre erste öffentliche Flugschau in den USA

Bessie Coleman, 1922
Bessie Coleman, 1922

In den USA präsentierte Bessie Coleman sich am 27. August 1922  erstmals öffentlich als Pilotin auf einer Flugschau. Es folgten in den ganzen Vereinigten Staaten viele weitere Flugshows mit ihr. So trat sie am 3. September 1922 beispielsweise zusammen mit dem farbigen Stuntman Hubert Fauntleroy Julian auf, der aus ihrer Maschine mit dem Fallschirm absprang.

Am 15. Oktober 1922 musste man erstmals Eintritt zahlen, um ihre Flugkünste bestaunen zu dürfen. In Chicago verlangte man von Erwachsenen einen Dollar und von Kindern 25 Cent Eintritt.

Bessie Colemans erster Absturz

Sonntag, den 4. Januar 1923 blieb Bessie wohl lange in den Knochen stecken. Bei einem Flug nach Santa Monica (Kalifornien) versagte ihr Flugzeug, sie stürzte ab. Bessie Coleman brach sich ein Bein und drei Rippen. Bis zum 10. Mai 1923 lag sie im Krankenhaus. Doch einige Monate später, am 9. September 1923, trat sie wieder bei einer Flugschau in Chicago auf, vor rund 10.000 Zuschauern.

An einem denkwürdigen Tag – Sonntag, den 19. Juni 1925 – trat die erste farbige Pilotin der USA in einer Luftschau in Galveston (Texas) auf. 60 Jahre zuvor wurde dort das Ende des Amerikanischen Bürgerkrieges (1961 – 1865) verkündet, nachdem die Sklaverei in den Südstaaten aufhob.

Bessie Coleman: Sprung aus einem Flugzeug

Im September 1925 sprang Bessie, während einer Flugschau, aus dem Flugzeug eines andren Piloten mit dem Fallschirm ab.

Verfilmung ihres Lebens scheiterte

Im Februar 1926 wurde Bessie Coleman in die Norman-Studios nach Arlington (Florida) eingeladen. Sie sollte an der Verfilmung ihres Lebens mitwirken. Doch der Film kam nie zustande. Einige berichteten, Bessie habe die Dreharbeiten abgebrochen, weil ihr die Dartsellung der farbigen zu klischeehaft erschienen sei. Andere wiederum berichteten, den Produzenten sei schlichtweg das Geld ausgegangen.

Bessie Coleman flog in den Tod

Am 30. April 1926 startete sie, zusammen mit William Wills als Pilot, zu einem Übungsflug. Bessie legte den Sicherheitsgurt nicht an, da sie sich aus dem Cockpit lehnen wollte, um das Gelände zu erkunden.

Aus rund 3.000 Meter Höhe leitete er einen Sturzflug ein. Es gelang ihm jedoch nicht, das Flugzeug wieder in eine horizontale Lage zu bringen. Die Maschine geriet ins Trudeln und stürzte ab. Bessie Coleman  wurde aus dem Cockpit geschleudert und starb beim Aufprall auf dem Boden. William Wills war in den Trümmern des Flugzeuges eingeschlossen.

An der Absturzstelle zündete sich jemand tragischerweise eine Zigarette an. Ein Funke entzündete den Benzindunst, so dass das Wrack in Flammen aufging. Der Pilot und Flugzeugmechaniker William Wills verbrannte.

Die Untersuchungen des Wracks ergaben die Absturzursache. Man fand einen Schraubenschlüssel im Getriebe des abgestürzten Flugzeuges. Wills hatte das Werkzeug offenbar versehentlich liegen gelassen. Beim Sturzflug geriet es in die Gänge und verklemmte sie.

Der Traum von Bessie Coleman von einer Fliegerschule für Afroamerikaner wurde 1929 wahr.

Adler Lokomotive: Google Doodle

Adler Lokomotive: 181. Jahrestag der Eröffnungsfahrt

Die Adler Lokomotive war die erste in Deutschland eingesetzte Lokomotive, die kommerziell genutzt wurde. Am 7. Dezember 1835, also heute vor 181 Jahren, fand die offizielle Eröffnungsfahrt statt. Im DB-Museum in Nürnberg kann ein Nachbau der Dampflokomotive besichtigt werden.

Adler Lokomotive: Google Doodle
Adler Lokomotive: Google Doodle

Die Adler Lokomotive wurde 1835 von den Eisenbahnpionieren George und Robert Stephenson konstruiert. In Deutschland wurde sie zunächst im Personenverkehr eingesetzt und später auch im Güterverkehr. Die Adler Lokomotive wurde im englischen Newcastle konstruiert, gebaut und an die Bayerische Ludwigseisenbahn für den Betrieb zwischen Nürnberg und Fürth geliefert.

Adler Lokomotive wurde in Einzelteilen geliefert

Als Robert Stephenson die Lok in England fertiggestellt hatte, musste sie nach Deutschland transportiert werden. Hierzu wurde sie wieder in Einzelteilen zerlegt und in 19 Kisten verstaut. Die Kisten werden zunächst per Schiff nach Rotterdam transportiert. Mitte September 1835 kamen sie dort an und sollten eigentlich per Schiff über den Rhein transportiert werden. Doch der niedrige Wasserstand macht dies unmöglich. Die Kisten wurden per Fuhrwerk nach Nürnberg transportiert.

Am 26. Oktober 1835 kamen die Kisten in Nürnberg an. Der englische Dampflock-Experte William Wilson setzt die Lokomotive vor Ort wieder zusammen. Nach drei Wochen in den Werkstätten von Johann Wilhelm Spaeth ist die Lokomotive montiert. Die neun Wagen der Adler werden in Nürnberg, Fürth und Lohr am Main gefertigt.

Der kurze Höhenflug der Adler Lokomotive

Am 7. Dezember 1835 versammelten sich bereits ganz früh Neugierige. Sie wollen auf keinen Fall die erste Fahrt der Adler Lokomotive verpassen. Mit ihr begann der Siegeszug der Eisenbahn, doch die Adler Lok kam bereits bald aufs Abstellgleis!

Schnell wurde der Strecke zwischen Nürnberg und Fürth der Rang abgelaufen. Die Entwicklung der Bahn lief an ihr vorbei. Auch die Lok gehörte bald zum alten Eisen und wurde zum Museumsstück. In die Schlagzeilen kam der Adler erst wieder, als sie bei einem Großbrand im Lokschuppen des Nürnberger DB Museums 2005 schwer beschädigt wurde.

Nachbau der Adler-Lokomotive
Nachbau der Adler-Lokomotive. Foto: Magnus Gertkemper | CC BY-SA 3.0

Video: Fahrt mit der Adler Lokomotive

Die Adler Lokomotive in diesem Video ist ein Original-Nachbau. Er ist das 100 Jahre später, nämlich 1935, ins Leben gerufene Exemplar, das im Jahre 2005 bei einem Brand im Nürnberger Museum stark beschädigt wurde. Mit hohen Kosten wurde der Adler wieder hergestellt. Es gibt noch einen zweiten Nachbau aus den 1950er Jahren, der aber nicht betriebsfähig ist.

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Halloween Google Doodle 2016

Halloween: Das Doodle-Spiel zum Gruseln

Holt die Masken und Kostüme aus dem Schrank! Google feiert bereits heute Halloween. Das Fest für Hexen, Gespenster, Geister und alle, die sich gerne Gruseln findet am 31. Oktober statt.

Halloween Google Doodle 2016
Halloween Google Doodle 2016

Vor Hunderten von Jahren, war Halloween ursprünglich ein Herbstfest der Druiden im alten England. Die Menschen glaubten damals, es sei die einzige Nacht des Jahres, in der Hexen und Geister leibhaftig auf der Erde herumspukten.

Halloween: Das Silvester der Kelten

Halloween war ursprünglich eine Mischung aus Erntedankfest, Silvester und Totensonntag. Aber nun langsam und der Reihe nach…

Die Kelten im alten England feierten bereits vor mehr als 2000 Jahren zum Ende des Sommers ein großes Fest. Der 31. Oktober war bei den Kelten der letzte Tag des Jahres, denn sie hatten einen anderen Kalender als wir heute.

Der Sommer wurde mit großen Feuern verabschiedet und gleichzeitig der Winter begrüßt. Die Menschen bedankten sich bei ihrem Sonnengott Samhain für die Ernte, die sie in der warmen Jahreszeit eingebracht hatten, zugleich gedachten sie an diesem Tag auch der Seelen der Verstorbenen. Der Sonnengott wurde nun, zu Beginn der dunklen Winterzeit von dem keltischen Gott der Toten, abgelöst.

Die Kelten glaubten fest daran, dass die Seelen der Verstorbenen in der Nacht vom 31. Oktober als Geister auf die Erde zurückkommen, um in ihre Häuser zurückzukehren. Aber was war mit den Geistern und heimatlosen Seelen, die trotz der großen Feuer, die am Wegesrand entfacht wurden, den Weg nicht fanden und verzweifelt umherirrten? Von ihnen war nichts Gutes zu erwarten, sie spukten durch die Nacht, erschreckten friedliche Menschen und trieben ihr Unwesen mit ihnen.

Einige Jahrhunderte später, ungefähr 800 Jahre n. Chr., ernannte der Papst den 1. November, also den Tag nach dem 31. Oktober, zum Feiertag Allerheiligen, an dem der christlichen Märtyrer gedacht wurde. Aus dem Samhain-Fest wurde im Laufe der Zeit das Fest am Vorabend zu Allerheiligen, und das heißt auf englisch All Hallows Evening oder abgekürzt Hallows Eve. Inzwischen sagen wir Halloween.

Heute verkleiden sich Kinder und Jugendliche als gruselige Gestalten, wie Gespenster, Hexen, Zauberer oder Vampire, um Geister abzuschrecken. Und das ist auch gut so – denn wer weiß denn schon genau, ob die Kelten im alten England nicht doch recht hatten?

Das Doodle des Vorjahres spielen

Hier noch eine tolle Anleitung für den perfekten Halloween Kürbis!
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Halloween Makeup Tutorial

 

Transsibirische Eisenbahn: Google Doodle zum 100. Jahrestag der Fertigstellung

Die Transsibirische Eisenbahn ist eine Meisterleistung russischer Eisenbahningenieure und noch heute ein Mythos. Mit rund 9300 Kilometer Streckenlänge ist die Transsibirische Eisenbahn die längste durchgängige Eisenbahnstrecke der Welt.

Transsibirische Eisenbahn
Transsibirische Eisenbahn

Entwicklung der Eisenbahnnetze

Mitte des 19. Jahrhunderts war eine rasante Entwicklung der Eisenbahnnetze in weiten Teilen Europas zu beobachten. Sie verlief im russischen Zarenreich jedoch nur stockend. Es wurde zwar schon 1837 die erste Eisenbahn auf heutigem russischem Boden fertig gestellt, aber es war nur eine kleine Privatbahn für den Zaren. Sie verband die 23 Kilometer zwischen Sankt Petersburg und seiner Sommerresidenz, Zarskoje Selo. Erst 1852 wurde die zweite Bahnstrecke in Dienst gestellt, zwischen der damaligen Hauptstadt Sankt Petersburg und Moskau, mit einer Länge von circa 644 Kilometer. In Deutschland waren, etwa zur gleichen Zeit, bereits 8000 Kilometer in Betrieb.

Militärische und wirtschaftliche Gründe

Unter Zar Alexander II. (1855-1881) erfuhr Russland eine soziale und wirtschaftliche Modernisierung. Das Eisenbahnnetz erweitert. Sein Sohn, Zar Alexander III, entschied sich für den Bau der langen und technisch anspruchsvollen Strecke. Sie sollte die entfernte Hafenstadt Wladiwostok mit Moskau verbinden. Der eisfreie Hafen im Osten sollte an den Westen des russischen Reiches angebunden werden. So konnte man sich einen Teil des weltweiten Warentransports sichern. Zugleich hatte man eine Alternative zum langsameren Seeweg, der immerhin deutlich mehr als zwei Monate Zeit in Anspruch nahm. Mit dem Zug dauerte es dagegen nur circa fünf Wochen bis Europa.

Video: Transsibirische Eisenbahn

Beginn der Bauarbeiten

Die Bauarbeiten begannen 1891 in Wladiwostok. Aufgrund der Länge der Trasse, wurden die verschiedenen Streckenabschnitte gleichzeitig gebaut. Zeitweise waren bis zu 90.000 Arbeiter gleichzeitig im Einsatz. Der Bau ging, gemessen an der Herausforderung, schnell voran. Die extrem harten Arbeits- und Lebensbedingungen forderten jedoch ihren Preis: Zehntausende Arbeiter starben während der Bauphase an Krankheiten und Seuchen. Manchmal mussten sie im sibirischen Winter, bei Temperaturen um die minus 40 Grad Celsius ohne feste Behausung auskommen. Eine ausreichende medizinische Versorgung fehlte.

Transsibirische Eisenbahn fuhr im Schlitten über den Baikalsee

Ein durchgängiger Schienenverkehr zwischen St. Petersburg über Moskau nach Wladiwostok war ab 1904 möglich. Bis zur Fertigstellung der felsigen Passage am Baikalsee musste die Bahn im Winter mit Schlitten transportiert werden. Im Sommer übernahmen Schiffe den Transport über den riesigen See.

Die Fertigstellung dieses technisch schwierigsten und kostspieligsten Teilstücks wurde aufgrund des Russisch-Japanischen Kriegs (1904- 1905) forciert, da die Strecke nun militärisch bedeutsam wurde. Für einen Kilometer Strecke durch die Felsen am Seeufer benötigte man einen ganzen Waggon voller Sprengstoff. Dadurch stiegen die Baukosten beinahe auf den dreifachen Preis eines durchschnittlichen Kilometers der Transsibirischen Eisenbahn.

Transsibirische Eisenbahn
Transsibirische Eisenbahn

Der Krieg machte eine veränderte Streckenführung notwendig. Ein Teil der Strecke führte nämlich durch die Mandschurei, die nicht zu Russland gehörte. Die Angst vor einer japanischen Besatzung der Mandschurei veranlasste die russische Führung, die Streckenführung zu verändern. Bis 1916 wurden an der Amur-Strecke gebaut, die seitdem die klassische Streckenführung der Transsibirischen Eisenbahn darstellt.

Transsibirische Eisenbahn war sehr langsam

Bis heute bleibt die technische Meisterleistung der Arbeiter und Ingenieure beeindruckend. Anfangs bevorzugte man einfache und billige Lösungen. Man vermied Tunnel durch enge Kurven und große Steigungen und verbaute Material minderwertiger Qualität. Dies geschah jedoch auf Kosten der Reisegeschwindigkeit, die Anfang des 20. Jahrhunderts kaum die 30 km/h überstieg, was auch für die damalige Zeit sehr langsam war.

Die Schienen waren leichter als üblich und bogen sich. Doch dies war auch eine notwendige Anpassung an die klimatischen Bedingungen. Die Schienen wären sonst womöglich in den auftauenden Frostböden eingesunken. Brücken, die anfangs aus Holz gebaut wurden, fingen manchmal wegen des Funkenflugs Feuer. Später baute man Brücken aus Stein und Stahl. Insgesamt über 485 Brücken liegen auf der Strecke, einige von ihnen gehören zu den längsten Brücken Asiens. So zum Beispiel die Amur-Brücke, die zwei Kilometer überspannt.

Trotz der großen Bedeutung der Strecke war sie nur eingleisig ausgebaut. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das zweite Gleis geplant. Es konnte jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg zu Ende geführt werden.

Das Google Doodle

Ladislao José Biro Google Doodle

Ladislao José Biro: Erfinder des Kugelschreibers

Ladislao José Biro, der Erfinder des Kugelschreibers, wird heute mit einem Google Doodle geehrt. Der in Ungarn geborene Erfinder wäre heute 117 Jahre alt geworden. Er verstarb am 24. Oktober 1985 in Argentinien.

Ladislao José Biro Google Doodle
Ladislao José Biro Google Doodle

Nach den Plänen seines Vaters, sollte Ladislao José Biro eigentlich in seine Fußstapfen treten und Zahnarzt werden. Doch Biro brach das Medizinstudium ab und arbeitete u.a. als Versicherungsmakler und Rennfahrer. Im Jahre 1932 entwickelte er, zusammen mit einem Freund, übrigens das Automatikgetriebe für Autos.

Mit der Aufgabe vertraut, die Kunst Ungarns im Ausland populär zu machen, wurde er Chefredakteur einer Zeitschrift. Anschließend war er für eine Wochenzeitung tätig. Beim Anblick der Rotationswalzen kam ihm in der Druckerei die Idee, einen Stift zu entwickeln, der zwar mit Tinte schreibt, jedoch nicht schmiert. Das war im Jahre 1938.

Ladislao José Biro bemerkte, dass die in den Druckereien verwendete Tinte schnell trocknete und das Papier daher sauber und schmierfrei blieb. Doch er stand vor einem Problem: Die Tinte war dickflüssiger und lief nicht durch die damals üblichen Federn. Kurzerhand ersetzte Ladislao José Biro die Feder des Füllers daher durch eine Metallkugel, die sich in einer Fassung frei drehen konnte. Bewegt man den Stift über das Papier, so rotiert die Kugel. Dadurch nimmt sie Tinte aus der Tintenpatrone auf und überträgt sie auf das Papier.

Ladislao José Biros Flucht vor den Nazis

Im 2. Weltkrieg musste Ladislao José Biro vor den Nationalsozialisten flüchten. Über Frankreich gelangte er nach Argentinien. Dort setzte er die Entwicklung des Kugelschreibers fort. Erst 1943 konnte Ladislao José Biro den Kugelschreiber zum Patent anmelden. Kurz nach Erhalt des Patents produzierte Ladislao José Biro in Argentinen die ersten Kulis in kleineren Stückzahlen.

Wovon er damals sicherlich nicht einmal zu träumen wagte: Heutzutage besitzt fast jeder einen Kugelschreiber. Übrigens benannte man den Kugelschreiber in einigen Ländern sogar nach seinem Erfinder. „Kuli“ heißt auf Englisch „biro“.

Ladislao José Biro (ca. 1978)
Ladislao José Biro (ca. 1978)

Im Jahre 1945 kam der Kugelschreiber in den USA auf den Markt und wurde zum Verkaufsschlager. Ladislao José Biro hatte sein Patent allerdings zuvor bereits für eine Millionen Dollar an den französischen Baro Marcel Bich verkauft, der damit zum Milliadär wurde.

Ladislao José Biro starb am 24. Oktober 1985 in Buenos Aires im Alter von 86 jahren. Sein Geburtstag, der 29. September, wird in seiner Wahlheimat Argentinen seither als Tag der Erfinder gefeiert.

Video: Wie funktioniert ein Kugelschreiber

Caroline Herschel Google Doodle

Caroline Herschel: Die erste Berufs-Astronomin

Caroline Herschel war eine deutsche Astronomin. Zu Beginn ihrer wissenschaftlichen Karriere unterstützte sie ihren Bruder Wilhelm Herschel bei seinen Forschungen, glänzte aber bald durch eigenständige Leistungen. Caroline Herschel hatte eine Schwester und vier Brüder. Neben Wilhelm Herschel war auch ihr Bruder Alexander Herschel als Musiker und Astronom tätig.

Caroline Herschel Google Doodle
Caroline Herschel Google Doodle
Caroline Herschel
Caroline Herschel

Caroline Herschel – Kaiserin

Die bedeutende Astronomin Caroline Herschel lebte von 1750 bis 1848. Sie war die erste Frau, die als berufsmäßige Astronomin arbeitete und dafür ein Gehalt

Caroline Herschel
Caroline Herschel

Caroline Herschel Biographie

Biografie von Caroline Herschel (1750-1848), deutsche Astronomin.

Caroline Herschel
Caroline Herschel

Caroline Herschel – Astrokramkiste

Caroline Herschel war die 12 Jahre jüngere Schwester von Wilhelm Herschel. Sie hatte das Glück, als Mädchen lesen und schreiben lernen zu dürfen, wurde

Caroline Herschel
Caroline Herschel

Caroline Herschel – Universität Münster

Caroline Herschel wurde 1750 in eine große Hannoveraner Musikerfamilie hineingeboren. Sie erfuhr in ihrer frühen Kindheit eine sehr traditionelle Erziehung

Caroline Herschel
Caroline Herschel

Caroline Herschel Programm

Das Caroline Herschel Programm der Leibniz Universität Hannover wurde zur Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses eingerichtet.

Caroline Herschel
Caroline Herschel

Im Schatten ihres großen Bruders: Das Leben

Aber den wenigstens wird der Name Caroline Herschel einfallen. Dabei hätte es die Schwester von Wilhelm und Tante von John durchaus

Caroline Herschel
Caroline Herschel

Caroline Lucretia Herschel

Privates. Caroline Lucretia Herschel, geboren am 16. März 1750 als Tochter von Isaac und Anne Ilse Moritzen Herschel in Hannover, wurde eine der wenigen.

Caroline Herschel war eine deutsche Astronomin und lebte von 1750 bis 1848. Geburtstag am 16. März, Biografie und Steckbrief

Video über das Caroline Herschel Doodle

 

René Laënnec: Google Doodle

René Laënnec: Google Doodle für Stethoskop Erfinder

Tief ein- und ausatmen – diesen Satz hat jeder bereits von seinem Hausarzt gehört. Der Arzt hörte uns dann mit einem Stethoskop ab. Genau dieses hat René Laënnec erfunden, der heute 235 Jahre alt geworden wäre.

René Laënnec: Google Doodle
René Laënnec: Google Doodle

Stethoskop zufällig erfunden

Das Stethoskop erfand René Laënnec aus Eitelkeit und eher zufällig. In der damaligen Zeit legten Ärzte ihr Ohr direkt auf die Brust ihrer Patienten, um sie abzuhören. René Laënnec war sich jedoch zu fein dazu. Als er einen Patienten abhören musste, suchte er nach einer Möglichkeit, den direkten Kontakt zu vermeiden. René Laënnec nahm ein Blatt Papier, drehte es zu einer Papierrolle und setzte diese zwischen Brust und Ohr. Erstaunt stellte er fest, dass er damit gar nicht schlechter, sondern viel besser hörte. Diesen Augenblick im Jahre 1816 darf man eigentlich bereits als die Erfindung des Stethoskops bezeichnen. In den nächsten Monaten trieb René Laënnec die Entwicklung des Stethoskops voran, welches zunächst als Hörrohr aus Holz auf den Markt kam.

Stethoskop von René Laënnec, ca. 1820
Stethoskop von René Laënnec, ca. 1820. Foto: Science Museum London / CC BY SA 2.0

Eines der ersten Stethoskope, gefertigt aus Holz und Messing, aus dem Besitz des französischen Arztes René Laënnec. Es besteht aus einem einzigen Hohlrohr . Das vertraute binaurale Stethoskop, mit Gummischlauch an beiden Ohren, wurde erst in den 1850er Jahren entwickelt.

Ob Herztöne oder Lungengeräusche, das Stethoskop gehört zum Arzt, wie sein weiße Kittel. Durch das Abhören ( Auskulation ) der Herztöne lassen sich zum Beispiel Herzkrankheiten frühzeitig erkennen. Im Laufe der Entwicklungsphasen und der Zeit konnten sich Littmann Stethoskope durchsetzen.

Weshalb heißt das Stethoskop so?

Das Wort Stethoskop setzt sich, vereinfacht erklärt, aus den beiden Silben stethos (Brust) und skop (untersuchen) zusammen. Streng genommen werden verstärkte ein Stethoskop Geräusche, weshalb es Stethosphone heißen müsste. Da es damals jedoch ausschließlich medizinisch eingesetzt wurde, konnte sich die Bezeichnung Stethoskop durchsetzen.

Wo werden Stethoskope außerhalb der Medizin eingesetzt?

Die Abhörgeräte außerhalb der Arztpraxen haben äußerlich keine Ähnlichkeit mit dem Stethoskop, welches wir aus einer Arztpraxis kennen, lediglich die Funktion ist gleich. Außerhalb der Medizin findet man sie zum Beispiel im Maschinenbau, um möglichst frühzeitig Lagergeräusche wahrnehmen zu können und dadurch einen Maschinen- oder Motorschaden verhinden zu können.

Das elektrische Stethoskop

Es existieren bereits rein elektrische Varianten des Stethoskops, die jedoch auf Grund ihres noch sehr hohen Anschaffungspreises, kaum Einzug in Arztpraxen gefunden haben.

Fachbezeichnung Auskultation

Die Auskultation (engl. auscultation ) gehört zu den ärztlichen Basistechniken und bezeichnet das diagnostische Erfassen von Körpergeräuschen über das Ohr des Untersuchers. Der französische Arzt René Laënnec hat dieses Untersuchungsverfahren 1816 entdeckt. Die heutige Technik der Auskultation geht auf Josef von Škoda (1839) zurück.

Das Leben des Stethoskop Erfinders

René Laënnec
René Laënnec

Rene Theophile Hyacinthe Laënnec wurde am 17. Februar 1781 in Quimper, in der Bretagne, geboren. Im Alter 19 Jahren war er als Wundarzt in der Westarmee tätig. Anschließend, von 1800 – 1804 absolvierte René Laënnec seine Ausbildung in der Faculté de Médecine de Paris. Ab 1816 war er als Arzt im Hospital „Hopital Necker“ in Paris tätig. Dort kam er dann auch in die Situation, einem Patienten die Brust abhören zu müssen und zur Erfindung des Stethoskops. Im Jahre 1823 lehrte er als Professor am Collège de France in Paris. Am 13. August 1826 verstarb René Laënnec in der Gemeinde Kerlouan, in der Bertagne. Ironischerweise starb er an Tuberkulose. In seinem Geburtsort wurde, ihm zu Ehren, 1868 ein Standbild aufgestellt, welches dauerhaft an den Erfinder des Stethoskops erinnert.

René Laënnec Google Doodle Video

Weiberfastnacht: Der Straßenkarneval beginnt

Als Weiberfastnacht wird der Übergang vom Sitzungs- zum Straßenkarneval am Donnerstag vor Aschermittwoch bezeichnet. Die Weiberfastnacht wird auch als Wieverfastelovend (Kölsch), Fettdonnerstag (Aachen), Schwerdonnerstag (Koblenz) oder Weiberfaasnet (Schwäbisch) bezeichnet.

Weiberfastnacht 2016
Weiberfastnacht 2016

Helau und Alaaf! Der Doodle Finder hat sich bereits verkleidet und ist unterwegs!

Weiberfastnacht
Weiberfastnacht
Weiberfastnacht
Weiberfastnacht
Narrengilde feiert Weiberfastnacht
Narrengilde feiert Weiberfastnacht
Weiberfastnacht Düsseldorf
Weiberfastnacht Düsseldorf

Weiberfastnacht Google Doodle

Charles Perrault: Google Doodle 2

Charles Perrault: Seine Märchen verzaubern Generationen

Der französische Schriftsteller Charles Perrault machte Märchen in Europa populär. Selbst die Gebrüder Grimm bedienten sich an seinen Geschichten, und machten sie weltbekannt. Charles Perrault wäre er 388 Jahre alt geworden.

Charles Perrault
Charles Perrault: Der gestiefelte Kater

Das Leben des Charles Perrault

Charles Perrault wurde am 12. Januar 1628 in Paris geboren und wuchs in einer wohlhabenden Familie auf. Er studierte Jura und wurde 1651 als Rechtsanwalt zugelassen.

Er folgte seinem älteren Bruder in einen hohen Posten der Finanzverwaltung am Hofe. Bereits dort glänzte er als vielseitiger Literat und fiel dem älteren Literatenkollegen Jean Chapelain positiv auf, der ihn dem neuen allmächtigen Minister Colbert empfahl. Dieser machte Charles Perrault 1662 zum Sekretär der sog. Petite Académie, einer Art Prüfinstanz für alle Kunst- und Literaturwerke, die König Ludwig XIV. zum Kauf angeboten wurden oder ihm zugeeignet werden sollten. Wenig später wurde Charles Perrault so etwas wie ein oberster Kulturbeamter

Charles Perrault
Charles Perrault: Dornröschen

Charles Perrault und seine Märchen-Karriere

Richtig bekannt wurde er allerdings erst durch seine Märchen, die er zunächst in Versform verfasste. 1695, im Alter von 67 Jahren, schrieb er „Geschichten, oder Erzählungen aus alter Zeit“ („Histoires ou Contes du temps passé“).

Die Sammlung von Prosamärchen umfasste Geschichten, die 200 Jahre später zum Beispiel von den Gebrüdern Grimm und Walt Disney in veränderten Fassungen als Dornröschen, Rotkäppchen, Blaubart, Der gestiefelte Kater, Frau Holle und Aschenputtel übernommen und populär wurden. Ludwig Bechstein erntdeckte das Märchen „Der kleine Daumling“ neu.

Charles Perrault
Charles Perrault: Aschenputtel

Heute wäre Charles Perrault 388 Jahre alt geworden.

Video: Die Charles Perrault Google Doodles

 

Liste der Märchen

Die Vers-Märchen

  • Griseldis (zuerst 1691)
  • Eselshaut (Peau d’Âne, zuerst 1694)
  • Die törichten Wünsche (Les Souhaits ridicules, zuerst 1693)

Die Prosa-Märchen

  • Die schlafende Schöne im Walde (La Belle au bois dormant, zuerst 1696)
    bekannt durch Grimms Märchen als Dornröschen
  • Das Rotkäppchen (Le Petit Chaperon rouge)
    bekannt durch Grimms Märchen als Rotkäppchen
  • Der Blaubart (La Barbe bleue)
    bekannt durch Grimms Märchen als Blaubart
  • Meister Kater oder Der Gestiefelte Kater (Le Maître Chat ou le Chat botté)
    bekannt durch Grimms Märchen als Der gestiefelte Kater
  • Die Feen (Les Fées)
  • Aschenputtel oder Der kleine gläserne Schuh (Cendrillon ou la Petite Pantoufle de verre)
    bekannt durch Grimms Märchen als Aschenputtel
  • Riquet mit dem Schopf (Riquet à la Houppe)
  • Der kleine Däumling (Le Petit Poucet)
    später auch bei Ludwig Bechstein
Ludwig van Beethoven: Google Doodle

Ludwig van Beethoven: Google Doodle zum 245. Geburtstag

Am 17. Dezember 1770 wurde Ludwig van Beethoven in Bonn geboren.

Ludwig van Beethoven: Google Doodle
Ludwig van Beethoven: Google Doodle

Er wuchs unter schwierigen Verhältnissen auf. Sein Vater, dem Alkohol nicht abgeneigt, zwang ihn bereits als Kleinkind Klavier zu spielen. Er prahlte mit seinem Sohn, nahm Saufkumpanen nachts mit in die Wohnung und weckte seinen Sohn, der sein können dann präsentieren musste.

Die Schule besuchte Ludwig van Beethoven nur unregelmäßig, fast gar nicht. Das Klavierspielen war seinem Vater wichtiger als die Schulbildung. Daher konnte Beethoven sein Leben lang nicht wirklich rechnen und machte jede Menge Rechtschreibfehler.

Später entdeckte Hoforganist Gottlieb Neefe sein Talent und wusste ihn besser zu fördern. Im Jahre 1787 sollte Ludwig van Beethoven bei Mozart in Wien studieren. Auf Grund des schlechten gesundheitlichen Zustands seiner Mutter kehrte er jedoch zurück. Fünf Jahre später unternahm er einen weiteren Versuch, doch da war Mozart bereits verstorben. Ludwig van Beethoven wurde in Wien schließlich Schüler des Komponisten Joseph Haydn.

Erste Anzeichen eines Gehörleidens traten 1796 bei Beethoven auf. Er zog sich immer weiter zurück. 1802 offenbarte er in seinem „Heiligenstädter Testament“ seine Verzweiflung über die zunehmende Taubheit. 1814 trat Ludwig van Beethoven zum letzten Mal öffentlich auf. Um 1818 konnte er sich nur noch mit Hilfe von Konversationsheften mit seinen Besuchern unterhalten.

Ludwig van Beethoven verstarb am 26. März 1827 an den Folgen eines Leberleidens.

Ludwig van Beethoven Doodle: Die Lösung