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Googles Geburtstag

Googles Geburtstag: Teenager Google wird 17

Heute feiert Google Geburtstag und zeigt dies mit einem Geburtstagsdoodle auf seiner Startseite an. An welchem Datum Google Geburtstag hat, darüber kann gestritten werden, denn es stehen mehrere Tage zur Auswahl.

Googles Geburtstag
Googles Geburtstag

Am 27. September feiert Google Geburtstag, jedes Jahr, und nun bereits zum 17. Mal. Zu diesem Anlass zeigt Google heute ein Doodle mit Luftballons und einer Lavalampe. Google feierte seinen Geburtstag auch schon an einem 7. September gefeiert – und zwar im Jahr 2003 und 2004. Seit 2005 ist der vermeintliche Fehler jedoch korrigiert. Das Datum, das den Eintrag von Google ins Firmenregister darstellen soll, ist inzwischen von den Google-Seiten gelöscht.

Wann ist denn nun wirklich Googles Geburtstag?

Eigentlich hätte Google tatsächlich am 17. September Geburtstag. Allerdings könnte man auch den 15. September gelten lassen. An diesem Tag wurde nämlich die Domain google.com registriert. Unterm Strich passt der 27. September aber besser, denn an diesem Tag ging google.com 1998 online. Der Doodle Finder wünscht Happy Birthday!

Animation zu Googles Geburtstag

Ingo Henze hat mal wieder mit seinem Videobearbeitungsprogramm gespielt und schickt Google jede Menge Regen zum Geburtstag. Mit einer Gartenparty wird das so aber nichts!

Aiga Rasch Google Doodle

Aiga Rasch: Die Mutter der drei Fragezeichen

Aiga Rasch wurde am 9. Juli 1941, heute vor 74 Jahren, in Stuttgart geboren. Sie war Illustratorin, Grafikerin und Malerin – und wurde durch die Titelbilder der Jugendbuchreihe „Die drei Fragezeichen“ bekannt und berühmt.

Aiga Rasch Google Doodle
Aiga Rasch Google Doodle

Seit 1962 arbeitete Aiga Rasch als freie Mitarbeiterin für den Franckh Kosmos Verlag. Sie illustrierte überwiegend Kinder- und Jugendbücher.

Alfred Hitchcock

Seit 1964 erschien in den USA die Jugend-Krimi-Serie „The Three Investigators„, auf deutsch seit 1968 als „Die drei Fragezeichen„. Der Autor Robert Arthur kannte Alfred Hitchcock persönlich und bat ihn, seinen Namen zur Vermarktung dieser geplanten Buchreihe verwenden zu dürfen.

Ab 1968 schrieben weitere Autoren an den Büchern. So schrieb Dennis Lynds unter dem Pseudonym „William Arden“ vierzehn Bücher.

Aiga Rasch wollte auf Honorar verzichten

Portrait von Aiga Rasch, 2008
Aiga Rasch (2008)
Foto: Lapathia/CC BY SA 3.0

Bei der Abgabe einer ihrer Entwürfe im Lektorat entdeckte Aiga Rasch zufällig die ersten beiden Bände „und das Gespensterschloss“ sowie „und die flüsternde Mumie“ aus der Serie von Alfred Hitchcock. Die Cover von Jochen Bartsch sagten ihr scheinbar nicht zu. Sie erkundigte sich nach der Resonanz, die nicht besonders groß war.

Aiga Rasch schlug daraufhin ein eigenes Design vor, das man ihr als Frau, bei dem eher männlichen Themen der Bücher – nicht zutraute. Daher vereinbarte sie mit dem Kosmos-Verlag, auf ihr Honorar zu verzichten, sollte der Entwurf nicht gefallen.

Auf das schwarze Design ihres Entwurfs reagierte der Verleger zunächst entsetzt. „So etwas hat es noch nie gegeben“, schimpfte er. Die Illustratorin hielt genau das für ein zusätzliches Argument und konnte ihren Chef schließlich überzeugen.

Logo: Die drei ???
Logo: Die drei ???

Das erste Titelbild für die drei Fragezeichen

1970 war es dann soweit, das erste Titelbild für den Band „Fluch des Rubins“ kam heraus, als Collage in schwarz, weiß und rot. Die Protagonisten der Reihe tauchen übrigrigens auf keinem der Titelbilder auf.

Bis 1999 arbeitete Aiga Rasch für den Kosmos Verlag und entwarf die Cover für insgesamt 89 Folgen der „Die drei ???„-Serie. Auch für die Neuauflagen bei 16 Folgen zeichnete sie auch neue Cover.

Sogar als Renterin designte sie noch „Die drei Fragezeichen“

Im Jahr 2006, Aiga Rasch war bereits in Rente, kam es wieder zur Zusammenarbeit mit dem Kosmos-Verlag. Für die „Black Edition“-Schuber entwarf sie das Design und überarbeitete digital die Büchercover.

„Drei Fragezeichen“-Hörspiele

Ab 1979 waren ihre Bilder nicht nur auf Büchern zu finden sondern zusätzlich auf den „Drei Fragezeichen“-Hörspiele des Europas Verlag. Durch die Hörspiele, die auf Langspielplatte (LP) und Musikkassette (MC) sowie später auch auf Compact Disc (CD) erschienen, kam Aiga Rasch zu beeindruckenden Auflagen der ???-Artikel mit ihrem Cover.

Über 30 Millionen mal verkauften sich die Artikel mit ihren Titelbildern alleine in Deutschland. Somit gilt Aiga Rasch als eine der erfolgreichsten deutschen Illustratoren. Ihre Illustratoren zieren auch ???-Artikel in China, Griechenland und Russland.

Schwarzes Layout wurde beibehalten

Auch nach der Zusammenarbeit mit ihr, also nach 1999, ziert jedes ???-Buch des Kosmos-Verlag als auch jedes ???-Hörspiel des Europa Verlages weiterhin ihr schwarzes Design. Im Impressum der heutigen ???-Artikel wird sie mit dem Satz „Umschlaggestaltung von Aiga Rasch“ gewürdigt.

Über 25 Verlage vertrauten Aiga Rasch

 Aiga Rasch war für über 25 Verlage tätig und hat in über 150 Büchern mehr als 5.000 Illustrationen gezeichnet.

Aiga Rasch verstarb am 24. Dezember 2009 in Kirchheim unter Teck. Die Künstlerin und Autorin lebte mit Hündin Bella und zwei Katzen in Leinfelden-Echterdingen, Baden-Württemberg. Als Aiga Rasch 2009 starb, hinterließ sie ihren zeichnerischen Nachlass ihrem größten Fan und Sammler, Matthias Bogucki.

Ausstellung in Galerie Bietigheim Bissingen

In der städtischen Galerie Bietigheim Bissingen war die erste und bisher einzige Ausstellung mit den Illustrationen der berühmten Jugendbuchreihe Die drei Fragezeichen zu sehen. In der Ausstellung zu sehen waren die bisher unbekannten Illustrationen von Aiga Rasch.

Die Bedeutung des Google Doodles

Das Aiga Rasch Doodle erklärt (Update 2)
Das Aiga Rasch Doodle erklärt (Update 2)

Auf einigen Seiten wird gerätselt, welche „Die drei Fragezeichen“-Folgen sich hinter den jeweiligen Buchstaben des Google Doodles verbirgt. Hier die Lösung:

  • G: Die drei ??? …und der Superpapagei (Folge 1)
  • O: Die drei ??? …und der heimliche Hehler (Folge 37)
  • O: Die drei ??? …und der rasende Löwe (Folge 15)
  • G: Die drei ??? …und die singende Schlange (Folge 25)
  • L: Die drei ??? …und das Gespensterschloß (Folge 11)
  • E: Die drei ??? …und die flammende Spur (Folge 20)

Vielen Dank an die Leser, die hier so fleißig mithelfen! Ein ganz besonders großes Danke geht an Berit, Benjamin, Divad, Alex und Otto. 

Die drei Fragezeichen – Ein Blick hinter die Kulissen

 

Die drei Fragezeichen: Hier geht’s zu den Hörspielen und Büchern [WERBUNG]

Ingo hat, extra für den Doodle Finder, ein neues Video über das Aiga-Rasch-Doodle erstellt. So viel Einsatz muss belohnt werden. Hier seine Animationen und Infos:

 

Informationsquellen: Offizielle Homepage von Aiga Rasch, Wikipedia, Städtische Galerie Bietigheim Bissingen. Den aktuellen Stand der Suchergebnisse gibt es hier zu sehen: Aiga Rasch.

Eiji Tsuburaya: Google Doodle

Eiji Tsuburaya: Der Vater von Godzilla

Eiji Tsuburaya war ein japanischer Special-Effects-Regisseur, dessen Arbeit an Filmen wie „Godzilla“ und „Ultraman“ weltweit Filmgeschichte schrieb. Heute wäre er 134 Jahre alt geworden, der „Vater von Godzilla“, Eiji Tsuburaya.

Luftfahrt und Spielfilme waren seine Leidenschaft

Im Alter von zehn Jahren entdeckte er sein Interesse an Spielfilmen. Im Ladengeschäft seines Vaters soll er Geld entwendet haben, um sich einen gebrauchten Filmprojektor zu kaufen. Um zu verstehen, wie ein Filmprojektor funktioniert, zerlegte er ihn in seine Einzelteile. Aus den Einzelteilen baute er schließlich seinen eigenen Projektor. Die Familie war über diesen Einfallsreichtum so begeistert, dass sie ihm den Diebstahl nicht übel nahm.

Eine andere große Leidenschaft war die Luftfahrt. Im Alter von 14 Jahren besuchte Eiji Tsuburaya eine Flugschule, die allerdings nach einem Jahr geschlossen wurde. Daraufhin wollte er Elektroingenieur werden. Um die Ausbildung bezahlen zu können, begann er für einen, in Tokio ansässigen, Spielzeughersteller zu arbeiten.

Einstieg in die Filmindustrie

Im Alter von 18 Jahren begann er für die japanische Filmindustrie zu arbeiten, zunächst als Kameraassistent. Die ersten Jahre verbrachte er mit dem Erlernen der technischen Aspekte seines Handwerks, vor allem der Spezialeffekte, die es damals gab.

Bis 1925 arbeitete er für verschiedene Studios, bevor er zu Shochiku, Japans führender Film- und Theatergesellschaft, wechselte. Dort arbeitete er, ebenfalls als Kameraassistent, mit dem legendären Filmemacher Teinosuke Kinugasa an dem Streifen „A Page of Madness“ (1926).

Ein Jahr später, 1927, wurde er erstmals als Kameramann im Abspann des Films „Baby Kenpo“ namentlich erwähnt.

Entwicklung von Special Effects

In den darauffolgenden Jahren beschäftigte er sich zusätzlich mit der Entwicklung eigener Spezialeffekte.

Er hatte zunächst die Gelegenheit einiger seiner Techniken während der Dreharbeiten zu „Princess From the Moon“ einzusetzen. Die Verwendung eines detaillierten Miniaturmodells der Stadt Kyoto wurden Bilder überlagert und eine Perspektive verwendet, die für einen überraschenden Effekt sorgte.

Er führte ein neues System von Rückprojektionsfotografie für „The New World“ (1937) ein. Im Jahre 1939 wurde er beauftragt, Leiter der neu organisierten Spezialeffekte-Abteilung bei Toho Studios zu werden.

Der Zweite Weltkrieg

In den Kriegsjahren arbeitete er vor allem an seiner Fähigkeit, realistisch aussehende große Schlachten im Studio zu erstellen.

Er erreichte besonders große Anerkennung für seine Arbeit an „The War at Sea from Hawaii to Malay“ (1942), die von Kämpfen aus der japanischen Perspektive erzählt.

Das Ende des Krieges führte zu der einzigen großen Unterbrechung seiner Karriere. Berufliche Beschränkungen durch die amerikanische Regierung und die instabile Innenpolitik waren die Gründe. Eiji Tsuburaya musste einige Jahre finanziell schwere Zeiten durchstehen, bevor er schließlich 1950 von Toho Studios wieder eingestellt wurde.

Mit dem Ende der amerikanischen Besatzung wurden Zensurbeschränkungen für Filme gelockert.

Im Jahr 1953 arbeitete er zum ersten Mal mit dem Regisseur Ishiro Honda an dem Historiendrama „Eagle of the Pacific“, einer Geschichte über japanische Piloten während des Zweiten Weltkriegs. Im folgenden Jahr arbeiteten sie zusammen am Film „Farewell Rabaul“ (1954).

Atombombenversuch im Bikini Atoll

Zu dieser Zeit planten Ishiro Honda und Produzent Tomoyuki Tanaka einen Film, inspiriert von einer wahren Geschichte: Die Besatzung eines japanischen Fischerbootes war, während eines amerikanischen Tests einer Wasserstoffbombe, dem radioaktiven Fallout ausgesetzt und verstarb.

Godzilla

Der Film „Godzilla“ (Originaltitel: Gojira) (1954) war sein Comeback. Der stark neorealistische Stil des Science-Fiction-Films zeigt einen gigantisch bestrahlten Dinosaurier und die Zerstörung von Tokio und Umgebung.

In „Godzilla kehrt zurück“ (US-Titel: Gigantis the Fire Monster) (1959) hat Eiji Tsuburaya seinen Stil erweitert und vermehrt auf Luftaufnahmen besetzt.

In der zweiten Hälfte der 50er Jahre war Eiji Tsuburaya einer der beliebtesten Männer der Toho Studios. In den nächsten 15 Jahren entwickelte und überwachte er die Spezialeffekte für 56 Filme.

In den 1960er Jahren war er als kreativer Kopf der Toho Studios und als Science-Fiction-Experte in Japan berühmt und hatte sehr viele Fans.

Mehrere seiner Filme wurden in Amerika und anderen Überseemärkten veröffentlicht, begonnen mit der umgeschnittenen Version von Gojira, veröffentlicht als Godzilla („Godzilla – King of the Monsters“ in den USA) in 1956. Er erzielte erste internationale Erfolge.

Eiji Tsuburaya führte fortan Regie und war für die Spezialeffekte in Filmen sämtlicher Genre zuständig, darunter auch an Kriegsfilmen wie „Pearl Habor“ (1961), „Retreat from Kiska“ (1965) und „Admiral Yamamoto“ (1968). Filme, wie „Weltraumbestien“ (US-Titel „The Mysterians„) (1957) und der Science-Fiction-Crime Thrillers „The H-Man“ (1958),  „Secret of the Telegian“ (1960), „The Human Vapor“ (1960) und das ernste Anti-Atom-Drama „The Last War“ (1961) ernteten leider keinen Respekt der Kritiker. Er arbeitete aber auch an von Kritikern gefeierten internationalen Versionen, wie Akira Kurosawa’s „Throne of Blood“ (1957) and Hiroshi Inagaki’s „Chushingura“ (1962).

Eigene TV-Produktionsfirma

Im Jahr 1963 gründete er seine eigene Fernsehproduktionsfirma, die Tsuburaya Productions. Das Studio debütierte zwei Jahre später mit der Serie „Ultra-Q“, die ein Hit im japanischen Fernsehen war.

Ultraman

Ein Jahr später folgte „Ultraman„, die erste Inkarnation eines riesengroßen Helden, der das Publikum in den nächsten drei Jahren begeisterte. Ultraman war nicht nur in Japan erfolgreich, sondern gehörte zu den frühen japanischen Serien, die weltweit exportiert wurden.

Eiji Tsuburaya an Herzinfrakt verstorben

Am 25. Januar 1970, während eines Urlaubs in der Region Shizuoka, erlitt Eiji Tsuburaya einen plötzlichen, tödlichen Herzinfarkt. Selbst Jahrzehnt nach seinem Tod war sein Einfluss auf die Toho Studios zu spüren. Seine Firma „Tsuburaya Productions“ wurde unter der Leitung seines Enkels, Kazuo Tsuburaya, erfolgreich weitergeführt.

Das interaktive Google Doodle spielen

Spiele das interaktive Eiji Tsuburaya Google Doodle in der Fullscreen-Version.

Die aktuellen Stand der Suchergebnisse gibt es hier zu sehen: Eiji Tsuburaya.

Barbapapa: Google Doodle

Barbapapa: So entstand die Zeichentrickfigur Barbapapa

Barbapapa entstand am 19. Mai 1970, also heute vor 45 Jahren, zunächst als gezeichnete Zuckerwatte auf einer Serviette. Der Lehrer, der mit der Zeichnung lediglich seine Freundin beeindrucken wollte, konnte nicht ahnen, dass dies die Geburtsstunde von Barbapapa war.

Barbapapa: Google Doodle
Barbapapa: Google Doodle

Talus Taylor wurde 1933 in San Francisco geboren. Im Alter von 37 Jahren strandete der Biologielehrer in Paris. Bereits im Unterricht beeindruckte er seine Schüler mit Tierzeichnungen. Der 19. Mai 1970 war ein schöner Frühlingstag. Talus Taylor nutzte das schöne Wetter, um mit seiner Freundin Annette Tison, einer französischen Architekturstudentin, durch den Jardin du Luxembourg Schlosspark im Pariser Quartier Latin spazieren zu gehen.

Wie der Name Barbapapa entstand

Talus Taylor, der damals kaum des Französischen mächtig war, fand es sehr lustig, als ein Kind immer wieder laut „baabaabaabaa“ rief. Seine Freundin Annette Tison erklärte ihm, dass das Kind seine Eltern damit eindringlich auf einen Stand mit Zuckerwatte hinweisen wollte.  Zuckerwatte heißt auf französisch „barbe a papa“ (Papas Bart).

Das Pärchen kehrte in ein Lokal ein. Hier wollte der Lehrer seine Freundin beeindrucken und kritzelte eine Zuckerwatte auf eine Serviette: Die gezeichnete Zuckerwatte sah großäugig aus, freundlich lächelnd, von unbestimmter Form und rosa. Das war die Geburtsstunde von Barbapapa.

Talus Taylor und Annette Tison waren seither ohne Unterbrechung ein Paar. Sie lebten sehr zurückgezogen und so ist über die beiden leider sehr wenig bekannt.

Bücher

Die Bücher wurden aus dem Französischen in über 30 Sprachen übersetzt. Dann aber waren die beliebten Bände in deutscher Sprache mehr als 25 Jahre nicht mehr erhältlich, bis der Atlantis-Verlag die drolligen Kultfiguren 2007 neu herausbrachte.

Zeichentrickserien

Basierend auf den Comics wurde 1973 eine Zeichentrickserie mit 45 Folgen produziert. Ins deutsche Fernsehen zog Barbapapa im November 1974 ein. Sämtliche Charaktere wurden von dem Synchronsprecher und -regisseur Peter Kirchberger gesprochen. Diese erste Serie ist unter dem Titel „Barbapapa Classics“ und „Barbapapa Classics 2“ auf DVD erschienen. In etlichen der Folgen werden gesellschaftskritische Themen wie Umweltverschmutzung, Flächenverbrauch, Verkehr, Walfang etc. behandelt.

1977 wurden weitere 55 Folgen produziert, die aber erst 2010 in deutscher Version auf zwei DVDs veröffentlicht wurden. Sprecher aller Figuren ist wieder Peter Kirchberger.

Zum 25-jährigen Jubiläum der Fernsehserie entstand im Jahr 1999 die neue Serie „Barbapapa Sekai o Mawaru“ mit 50 Folgen als rein japanische Anime-Serie, wiederum nach Originalentwürfen und Drehbüchern von Tison und Taylor. Unter dem Titel „Um die Welt mit Barbapapa“ erschien diese vollständig auf DVD. Im Unterschied zur Serie von 1974 werden die verschiedenen Charaktere jetzt von unterschiedlichen Sprechern gesprochen. Auch der Spruch „Ra-Ru-Rick Barbatrick“ fehlt vor den Verwandlungen.

DVD-Komplettbox

Wer Barbapapa noch aus seiner eigenen Jugend kennt, der dürfte sich über die DVD-Komplettbox freuen.

Im September 2012 erschien in Deutschland eine Komplettbox, bestehend aus sechs DVDs. Darauf enthalten sind alle 150 Folgen in deutscher Sprache.

Videospiel

Für die Playstation erschien im Jahre 2001 ein Barbapapa-Spiel der japanischen Firma Sunsoft.

Barbapapa-Autor verstorben

Talus Taylor verstarb am 19. Februar 2015 im Alter von 82 Jahren in seiner Wahlheimat Paris.

Inge Lehmann: Google Doodle

Inge Lehmann: Die große Dame der Seismologie

Die große alte Dame der Seismologie – wie Inge Lehmann oft bezeichnet wird – wurde heute vor 127 Jahren, am 13. Mai 1888, in Kopenhagen (Dänemark) geboren. Im Jahre 1907 begann sie ihr Studium der Mathematik in Kopenhagen und setzte es später in Cambridge fort. Ihren Abschluss erhielt sie jedoch erst 1920, weil dort zuvor keine Titel an Frauen verliehen wurden.

Inge Lehmann: Google Doodle
Inge Lehmann: Google Doodle

Interesse an Seismologie

Inge Lehmann
Inge Lehmann

Sie wurde, nach einigen Jahren Tätigkeit im Versicherungswesen, 1925 Assistentin des Geodäten Niels Erik Nørlund, der sie mit dem Aufbau seismologischer Observatorien in Dänemark und Grönland beauftragte.

In dieser Zeit begann ihr Interesse an Seismologie. 1928 machte Inge Lehmann ihr Examen in Geodäsie und trat eine Stellung als staatliche Geodätin und Leiterin der seismologischen Abteilung am von Nørlund geleiteten Geodätischen Institut an.

 

P‘ – Der Fachartikel P‘

In einem Artikel von 1936 mit dem schlichten Titel P‘ befasste sich mit der Laufzeit von seismischen Druckwellen, den P-Wellen, die nach einem großen Erdbeben durch den gesamten Erdball laufen und dabei auch den Erdkern durchdringen.

Innerhalb des Erdkerns bewegen sich P-Wellen langsamer als im Erdmantel. Sie erreichen die Rückseite der Erde also später, als anzunehmen wäre, würde man nur die Geschwindigkeit im Erdmantel zugrunde legen. Gleichzeitig werden die Wellen beim Eintritt in das andere Medium des Erdkerns abgelenkt und wie durch eine große, einfach Linse gebündelt. Daher gibt es bei einem Erdbeben eine Schattenzone, in der keine Wellen zu registrieren sind.

Inge Lehmann bemerkte nun, dass dennoch P-Wellen in der Schattenzone auftraten, wenngleich sie gerade in den beiden Raumrichtungen, die von den damaligen Messgeräten am besten erfasst wurden, äußerst schwach waren.

Da sich diese Erscheinung nach Lehmanns Meinung nicht durch Brechung oder andere störende Phänomene an Grenzflächen innerhalb des Erdmantels erklären ließen, postulierte sie die Existenz eines Inneren Erdkerns, der aufgrund höherer Wellengeschwindigkeiten im Vergleich zum Äußeren Erdkern als Streulinse für Erdbebenwellen wirkt. Sie zeigte diese Wirkung anschaulich an einem vereinfachten Erdmodell, das wesentlich zur Akzeptanz ihrer Idee beitrug.

Diese Interpretation wurde in den zwei bis drei folgenden Jahren auch von anderen führenden Seismologen übernommen. So berechneten zwei Jahre später die Seismologen Gutenberg und Richter den Radius des Inneren Erdkern auf 1200 km und die P-Wellengeschwindigkeit auf 11,2 km/sec. Dass der Innere Erdkern im Gegensatz zum flüssigen Äußeren Erdkern fest sei, wurde unabhängig voneinander 1940 von Birch und 1946 von Bullen vorgeschlagen.

Weshalb hieß ihre Arbeit P‘

P‘ ist das Symbol für die so genannten Kompressionswellen. Sie gleichen Stoßwellen und durchlaufen sowohl flüssige als auch feste Medien, während sich die S- oder Schwerwellen in Flüssigkeiten nicht fortbewegen können. Deshalb enden diese im damals schon bekannten äußeren, flüssigen Erdkern.

Untersuchung der Erdkruste

Nach 1953 zog Inge Lehmann für mehrere Jahre in die USA und arbeitete mit Maurice Ewing und Frank Press zusammen an der Untersuchung der Erdkruste und des oberen Erdmantels. Dabei entdeckte sie eine weitere seismische Diskontinuität, die nach ihrer Entdeckerin als „Lehmann-Diskontinuität“ bekannt ist.

Lehmann-Diskontinuität

Die Lehmann-Diskontinuität (oft auch als „L-Diskontinuität“ genannt) bezeichnet eine Region innerhalb des oberen Erdmantels, in der die seismischen Geschwindigkeiten des Gesteins bzw. deren Gradienten sich schnell ändern.

Die Lehmann-Diskontinuität wurde in verschiedenen Tiefen zwischen 190 und 250 km mit einem globalen Mittel um 210 km beobachtet. Über ihre Natur, also die genaue Ursache des Geschwindigkeitsanstiegs, herrschen unterschiedliche Meinungen vor: Eine Meinung geht von einer mechanischen Grenzschicht aus, die mit einer Veränderung der seismischen Anisotropie einhergeht, während ein anderer Standpunkt die L-Diskontinuität als untere Grenze der Asthenosphäre betrachtet.

In einiger Literatur wird der Begriff der „Lehmann-Diskontinuität“ auch für die Grenze zwischen dem inneren und dem äußeren Erdkern verwendet, da der innere Kern ebenfalls von Inge Lehmann entdeckt wurde. Obwohl diese die weitaus wichtigere Entdeckung Lehmanns war, hat sich der Begriff allgemein doch eher für die Diskontinuität des oberen Erdmantels durchgesetzt.

Inge Lehmann

Inge Lehmann war bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 1953 leitende Seismologin am Geodætisk Institut in Kopenhagen.

Inge Lehmann war die erste – und bislang einzige – Frau, die mit der William Bowie Medal ausgezeichnet wurde.

1987 schrieb sie 99-jährig ihren letzten Artikel mit dem Titel „Seismology in the Days of Old„.

Inge Lehmann Medaille

Die nach ihr benannte „Inge Lehmann Medaille“ ist eine geowissenschaftliche Auszeichnung, die etwa alle zwei Jahre von der American Geophysical Union (AGU) vergeben wird. Ihre Verleihung geschieht in Anerkennung besonderer Leistungen für das Verständnis der Strukturen, Zusammensetzung und der Dynamik des Erdmantels und des Erdkerns. Die Medaille wurde 1997 erstmals verliehen.

Inge Lehmann verstarb am 21. Februar 1993.

Erfinder des Pianos: Google Doodle

Erfinder des Pianos: Bartolomeo Cristofori

Bartolomeo Cristofori (* 4. Mai 1655 in Padua; † 27. Januar 1731 in Florenz) war ein italienischer Musikinstrumentenbauer. Er gilt als der Erfinder des Pianos. Venedig war im 16. Jahrhundert das wichtigste Zentrum des Instrumentenbaus in Italien.


Erfinder des Pianos: Google Doodle

Über Lehrjahre von Bartolomeo Cristofori, dem Erfinder des Pianos, wissen wir wenig; seine Biographie fängt mit fast 33 Jahren an, als er im Mai 1688 von Ferdinando de’ Medici, dem Sohn des toskanischen Großherzogs Cosimo III. de’ Medici, als Instrumentenbauer und -stimmer an seinen Hof in Florenz geholt wurde. Während dieser Zeit begann Cristofori die Arbeit an einer neuen Anschlagmechanik, die ein dynamisches Spiel erlauben würde.

Erfindung des Pianos

Erfinder des Pianos: Bartolomeo Cristofori
Der Erfinder des Pianos, Bartolomeo Cristofori.

Die Vermutung ist berechtigt, daß Cristofori bereits vorher an seiner Erfindung der Piano-Mechanik gearbeitet hat und dem Herzog ein funktionierendes Instrument vorweisen konnte. Details eines Spinetts, das er 1690 fertiggestellt hat, zeigen, dass er bereits zu diesem Zeitpunkt den typischen Steg seines Hammerflügels entwickelt hatte.

Gegen Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts wurde viel experimentiert, um ein Tasteninstrument zu konstruieren, das eine dynamische Spielweise (leise, laut und feine Abstufungen) durch unterschiedlich starken Anschlag der Tasten ermöglichte.

Um 1700 erfand er ein Cembalo mit einer neuen Mechanik. Sie erlaubte es, allein durch die Stärke des Anschlags wahlweise leise als auch laut zu spielen. Das Instrument hieß „arpicembalo che fà il piano e il forte“, kurz: Pianoforte. Es war die Geburtsstunde des Klaviers.

Dynamische Spielbarkeit

Grundlage für die dynamische Spielbarkeit (also mit veränderlicher Lautstärke) des Hammerklaviers war eine ausgefeilte Mechanik, bei der ein Hammer durch eine Stoßzunge gegen die Saite geschleudert wurde und sie zum freien Schwingen sofort wieder freigab. Mit dem Drücken der Taste wurde gleichzeitig ein Dämpfer angehoben, der nach Loslassen der Taste die schwingende Saite abfing. Cristofori spannte jeweils zwei gleich gestimmte Saiten (einen so genannten Chor) nebeneinander, um eine höhere Lautstärke zu ermöglichen. Im Jahre 1726 hatte Cristofori sein Instrument vollendet.

Man kann nicht behaupten, daß die Erfindung der Piano-Mechanik sich wie ein Lauffeuer in Europa verbreitet hat. Die Instrumente waren vermutlich sehr teuer und nicht jeder hat sich von der Möglichkeit überzeugen lassen, abwechselnd laut und leiser spielen zu können. Offenbar haben den vergleichsweise dumpfen Klang des Hammerflügels nicht geschätzt.

Erhaltene Bartolomeo Cristofori Flügel

Insgesamt sind zehn Instrumente verschiedener Bauart aus seiner Werkstatt erhalten.

Obwohl Cristofori Hammerflügel nachweislich bereits um 1700 gebaut hat, ist das älteste erhaltene Instrument aus 1720, als er bereits 65 Jahre alt war. Es steht heute im Metropolitan Museum of Art, New York

Ein weiterer Hammerflügel aus 1722 wird in der Museo Strumenti Musicali in Rom aufbewahrt, und obwohl viel von der originalen Substanz vorhanden ist, ist das Instrument so weit vom Holzwurm befallen, daß man es nicht riskiert, das Gehäuse unter Saitenspannung zu halten. Dennoch ist das Exemplar ein wichtiges Dokument und zeigt im Zusammenhang mit den anderen beiden Hammerflügeln, an welchen Teilen der Erfindung Cristofori um diese Zeit noch gearbeitet hat.

Der letzte erhaltene Hammerflügel ist aus 1726, hat den kleineren Umfang von C-c³ wie beim 1722er Instrument und befindet sich jetzt im Musikinstrumenten-Museum der Universität Leipzig. Der Erhaltungszustand ist weitgehend original (wobei jedoch das ursprüngliche Hammerleder nicht vorhanden ist), so daß wir aus diesem Instrument viel über Cristoforis Vorhaben lernen können. Dennoch wird dieser Hammerflügel aus konservatorischen Gründen nicht unter Spannung gehalten und steht also auch nicht als funtionierendes Musikinstrument zur Verfügung.

Der italienische Erfinder des Pianos, Bartolomeo Cristofori, verstarb am 27. Januar 1731.