Herbstanfang: Google Doodle

Herbstanfang: Google Doodle zum kalendarischen Herbstbeginn

Heute ist astronomischer bzw. kalendarischer Herbstanfang und Google feiert dies mit einem Doodle auf seiner Startseite in Deutschland. Da der Herbst jedoch nur auf der Nordhalbkugel beginnt, ist es nur in 42 Ländern zu bestaunen. Auf der Südhalbkugel wird hingegen ein Doodle für den Frühlingsanfang erwartet.

Herbstanfang: Google Doodle
Herbstanfang: Google Doodle
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Wann ist kalendarischer Herbstanfang?

Der astronomische oder auch kalendarische Herbstanfang ist in diesem Jahr auf der Nordhalbkugel der Erde am 23. September.

Wann ist meteorologischer Herbstanfang?

Für Meteorologen beginnt der Herbst am 1. September. Sie wählen bei den Jahreszeiten immer ganze Monate, da sie sich dann in Statistiken besser vergleichen lassen.

Herbstanfang: Baum im Herbst
Herbstanfang: Baum im Herbst

Was passiert am Herbstanfang?

Zum kalendarischen Herbstanfang steht die Sonne senkrecht über dem Äquator. Das heißt, überall auf der Erde ist der Tag genauso lang wie die Nacht. Dies ist in diesem Jahr am 23. September um genau 10:21 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit der Fall.
Der etwas spätere Start in den Herbst hat mit der Umlaufbahn der Erde um die Sonne zu tun. Unser Kalender rechnet mit 365 Tagen im Jahr. Tatsächlich hat das astronomische Jahr aber 365 Tage, 5 Stunden und 49 Minuten, die die Erde braucht, um einmal um die Sonne zu kreisen. Die knapp sechs Stunden Differenz werden alle vier Jahre mit einem Schalttag kompensiert. Dann hat der Februar 29 Tage und die darauf folgende Tagundnachtgleiche (auch Tag-und-Nacht-Gleiche) oder Äquinoktium (aus dem Lateinischen aequus gleich und nox Nacht) verschiebt sich zeitlich nach vorne. Im nächsten Schaltjahr 2016 beginnt der kalendarische Herbst wieder am 22. September.

In der Astronomie wird das Datum eines Äquinoktiums über die Einheit Tag hinaus näher bestimmt und als sekundengenauer Zeitpunkt angegeben. Dabei handelt es sich um jenen Moment, zu dem die Sonne den Himmelsäquator im Frühlings- beziehungsweise im Herbstpunkt passiert, und mit dem der Beginn dieser Jahreszeiten dann astronomisch definiert ist.

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Was bestimmt den astronomischen Herbstanfang?

Wann der Herbst kalendarisch beginnt, hängt vom Stand der Sonne ab. Beim astronomischen Herbstanfang ist dafür entscheidend, wann die Sonne genau senkrecht über dem Äquator steht. Das geschieht 2015 am 23. September um 8.21 Uhr.

Werden die Tage kürzer?

Zum Herbstanfang sind Tag und Nacht wie beim Frühlingsbeginn gleich lang. Dann werden die Tage bis zum Winteranfang am 22. Dezember kürzer und die Nächte länger. Das ist zumindest bei uns auf der Nordhalbkugel der Fall – auf der Südhalbkugel ist das umgekehrt.

Warum ist immer am 23. September Herbstanfang?

Das stimmt so nicht ganz. Der Herbstanfang schwankt zwischen dem 22. und dem 23. September. Das liegt daran, dass unser Kalender von genau 365 Tagen ausgeht – in Wirklichkeit braucht die Erde für den Sonnenumlauf aber noch fünf Stunden und 49 Minuten länger. Daher gibt es auch alle vier Jahre ein Schaltjahr: Das soll genau diesen Unterschied ausgleichen.

Warum gibt es Jahreszeiten?

Bei der Umrundung der Sonne ist die Drehachse der Erde mit einem Winkel von 23,5 Grad leicht geneigt. Das wirkt sich darauf aus, wie hoch die Sonne über dem Horizont steht. Beim Sommeranfang im Juni erreicht sie ihren höchsten Stand, beim Winteranfang im September den niedrigsten.

 

Und woher kommt das Wort Herbst?

Herbst kommt vom germanischen Wort harbista, das für die Ernte steht. Mit dem Herbstanfang 2015 am 23. September beginnt also die Zeit die Ernte.

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Was sind phänologische Jahreszeiten?

Das phänologische Jahr wird in 10 „phänologische Jahreszeiten“ eingeteilt. Fixiert werden diese Jahreszeiten durch bestimmte Wachstumsstadien an ausgewählten Pflanzen – sogenannte Leitphasen. So wird der Frühling unterteilt in Vorfrühling, Erstfrühling und Vollfrühling; der Sommer in Frühsommer, Hochsommer und Spätsommer; der Herbst in Frühherbst, Vollherbst und Spätherbst. Lediglich der Winter wird nicht unterteilt.

Herbstanfang: Bänke im Park
Herbstanfang: Bänke im Park

Was ist ein Blutmond?

Als Blutmond bezeichnet man umgangssprachlich das Aussehen des Mondes bei manchen totalen Mondfinsternissen. Wenn sich die Erde genau zwischen Mond und Sonne schiebt und es dadurch zu einer totalen Mondfinsternis kommt, ist der Mond nicht komplett dunkel, sondern meist noch immer zu sehen. Grund dafür ist, dass Sonnenlicht durch die Atmosphäre der Erde Richtung Mond abgelenkt wird und zwar vor allem langwelliges, also rotes Licht. Je „schmutziger“ die Atmosphäre, desto deutlicher ist dieser Effekt, so dass der eigentlich verdunkelte Mond blutrot erscheinen kann.

Am 28. September 2015 werden wir die vierte Mondfinsternis in zwei Jahren erleben. Diese vierte und vorerst letzte Mondfinsternis wird durch einen sogenannten Supermond wesentlich größer erscheinen.

Herbstanfang ist nicht die Tag- und Nachtgleiche!

Jeweils am Herbstanfang oder auch am Frühlingsanfang wird immer noch behauptet, es wäre dann in Deutschland die Tag- und Nachtgleiche. Stimmt nicht! Warum das nicht stimmt, erklärt Meteorologe Jörg Kachelmann in diesem Video.


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Animiertes Google Doodle

Ingo Henze hat aus dem statischen Google Doodle eine sehr schöne Animation erstellt, mit sprechenden Eichhörnchen und jeder Menge Regen. Fazit: Sehr sehenswert!

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