Archiv der Kategorie: Allgemein

Halloween Google Doodle 2016

Halloween: Das Doodle-Spiel zum Gruseln

Holt die Masken und Kostüme aus dem Schrank! Google feiert bereits heute Halloween. Das Fest für Hexen, Gespenster, Geister und alle, die sich gerne Gruseln findet am 31. Oktober statt.

Halloween Google Doodle 2016
Halloween Google Doodle 2016

Vor Hunderten von Jahren, war Halloween ursprünglich ein Herbstfest der Druiden im alten England. Die Menschen glaubten damals, es sei die einzige Nacht des Jahres, in der Hexen und Geister leibhaftig auf der Erde herumspukten.

Halloween: Das Silvester der Kelten

Halloween war ursprünglich eine Mischung aus Erntedankfest, Silvester und Totensonntag. Aber nun langsam und der Reihe nach…

Die Kelten im alten England feierten bereits vor mehr als 2000 Jahren zum Ende des Sommers ein großes Fest. Der 31. Oktober war bei den Kelten der letzte Tag des Jahres, denn sie hatten einen anderen Kalender als wir heute.

Der Sommer wurde mit großen Feuern verabschiedet und gleichzeitig der Winter begrüßt. Die Menschen bedankten sich bei ihrem Sonnengott Samhain für die Ernte, die sie in der warmen Jahreszeit eingebracht hatten, zugleich gedachten sie an diesem Tag auch der Seelen der Verstorbenen. Der Sonnengott wurde nun, zu Beginn der dunklen Winterzeit von dem keltischen Gott der Toten, abgelöst.

Die Kelten glaubten fest daran, dass die Seelen der Verstorbenen in der Nacht vom 31. Oktober als Geister auf die Erde zurückkommen, um in ihre Häuser zurückzukehren. Aber was war mit den Geistern und heimatlosen Seelen, die trotz der großen Feuer, die am Wegesrand entfacht wurden, den Weg nicht fanden und verzweifelt umherirrten? Von ihnen war nichts Gutes zu erwarten, sie spukten durch die Nacht, erschreckten friedliche Menschen und trieben ihr Unwesen mit ihnen.

Einige Jahrhunderte später, ungefähr 800 Jahre n. Chr., ernannte der Papst den 1. November, also den Tag nach dem 31. Oktober, zum Feiertag Allerheiligen, an dem der christlichen Märtyrer gedacht wurde. Aus dem Samhain-Fest wurde im Laufe der Zeit das Fest am Vorabend zu Allerheiligen, und das heißt auf englisch All Hallows Evening oder abgekürzt Hallows Eve. Inzwischen sagen wir Halloween.

Heute verkleiden sich Kinder und Jugendliche als gruselige Gestalten, wie Gespenster, Hexen, Zauberer oder Vampire, um Geister abzuschrecken. Und das ist auch gut so – denn wer weiß denn schon genau, ob die Kelten im alten England nicht doch recht hatten?

Das Doodle des Vorjahres spielen

Hier noch eine tolle Anleitung für den perfekten Halloween Kürbis!
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Halloween Makeup Tutorial

 

Weiberfastnacht: Der Straßenkarneval beginnt

Als Weiberfastnacht wird der Übergang vom Sitzungs- zum Straßenkarneval am Donnerstag vor Aschermittwoch bezeichnet. Die Weiberfastnacht wird auch als Wieverfastelovend (Kölsch), Fettdonnerstag (Aachen), Schwerdonnerstag (Koblenz) oder Weiberfaasnet (Schwäbisch) bezeichnet.

Weiberfastnacht 2016
Weiberfastnacht 2016

Helau und Alaaf! Der Doodle Finder hat sich bereits verkleidet und ist unterwegs!

Weiberfastnacht
Weiberfastnacht
Weiberfastnacht
Weiberfastnacht
Narrengilde feiert Weiberfastnacht
Narrengilde feiert Weiberfastnacht
Weiberfastnacht Düsseldorf
Weiberfastnacht Düsseldorf

Weiberfastnacht Google Doodle

Charles Perrault: Google Doodle 2

Charles Perrault: Seine Märchen verzaubern Generationen

Der französische Schriftsteller Charles Perrault machte Märchen in Europa populär. Selbst die Gebrüder Grimm bedienten sich an seinen Geschichten, und machten sie weltbekannt. Charles Perrault wäre er 388 Jahre alt geworden.

Charles Perrault
Charles Perrault: Der gestiefelte Kater

Das Leben des Charles Perrault

Charles Perrault wurde am 12. Januar 1628 in Paris geboren und wuchs in einer wohlhabenden Familie auf. Er studierte Jura und wurde 1651 als Rechtsanwalt zugelassen.

Er folgte seinem älteren Bruder in einen hohen Posten der Finanzverwaltung am Hofe. Bereits dort glänzte er als vielseitiger Literat und fiel dem älteren Literatenkollegen Jean Chapelain positiv auf, der ihn dem neuen allmächtigen Minister Colbert empfahl. Dieser machte Charles Perrault 1662 zum Sekretär der sog. Petite Académie, einer Art Prüfinstanz für alle Kunst- und Literaturwerke, die König Ludwig XIV. zum Kauf angeboten wurden oder ihm zugeeignet werden sollten. Wenig später wurde Charles Perrault so etwas wie ein oberster Kulturbeamter

Charles Perrault
Charles Perrault: Dornröschen

Charles Perrault und seine Märchen-Karriere

Richtig bekannt wurde er allerdings erst durch seine Märchen, die er zunächst in Versform verfasste. 1695, im Alter von 67 Jahren, schrieb er „Geschichten, oder Erzählungen aus alter Zeit“ („Histoires ou Contes du temps passé“).

Die Sammlung von Prosamärchen umfasste Geschichten, die 200 Jahre später zum Beispiel von den Gebrüdern Grimm und Walt Disney in veränderten Fassungen als Dornröschen, Rotkäppchen, Blaubart, Der gestiefelte Kater, Frau Holle und Aschenputtel übernommen und populär wurden. Ludwig Bechstein erntdeckte das Märchen „Der kleine Daumling“ neu.

Charles Perrault
Charles Perrault: Aschenputtel

Heute wäre Charles Perrault 388 Jahre alt geworden.

Video: Die Charles Perrault Google Doodles

 

Liste der Märchen

Die Vers-Märchen

  • Griseldis (zuerst 1691)
  • Eselshaut (Peau d’Âne, zuerst 1694)
  • Die törichten Wünsche (Les Souhaits ridicules, zuerst 1693)

Die Prosa-Märchen

  • Die schlafende Schöne im Walde (La Belle au bois dormant, zuerst 1696)
    bekannt durch Grimms Märchen als Dornröschen
  • Das Rotkäppchen (Le Petit Chaperon rouge)
    bekannt durch Grimms Märchen als Rotkäppchen
  • Der Blaubart (La Barbe bleue)
    bekannt durch Grimms Märchen als Blaubart
  • Meister Kater oder Der Gestiefelte Kater (Le Maître Chat ou le Chat botté)
    bekannt durch Grimms Märchen als Der gestiefelte Kater
  • Die Feen (Les Fées)
  • Aschenputtel oder Der kleine gläserne Schuh (Cendrillon ou la Petite Pantoufle de verre)
    bekannt durch Grimms Märchen als Aschenputtel
  • Riquet mit dem Schopf (Riquet à la Houppe)
  • Der kleine Däumling (Le Petit Poucet)
    später auch bei Ludwig Bechstein
Australopithecus Afarensis

Australopithecus Afarensis

Lucy, der besterhaltene Australopithecus afarensis, wird heute mit einem Google Doodle geehrt. Heute vor 41 Jahren, am 24. November 1974, wurde das berühmte Fossil entdeckt. Doch weshalb heißt der Australopithecus Lucy?

Australopithecus Afarensis
Australopithecus Afarensis: Google Doodle

Wie alt ist der Australopithecus afarensis?

Lucy ist das vermutlich 3,2 Millionen Jahre alte Fossil eines Menschenaffen der Art Australopithecus afarensis. Am 24. November 1974 wurde das Teilskelett im äthiopischen Afar-Dreieck vom amerikanischen Paläoanthropologen Donald Johanson entdeckt. Es gilt als eines der besterhaltenden Fossilien der frühen Homini-Arten. Homini bezeichnet die Ahnen des Menschen, die nicht mehr gemeinsame Vorfahren von Mensch und Schimpanse waren. Der jetzt lebende Mensch ist die letzte, nicht ausgestorbene Art im Stammbaum der Homini.

Die erhaltenen Knochen von Lucy (Mitte) und – zum Vergleich – von Australopithecus sediba MH1 (links) und MH2 (rechts) (Originalabbildung von Lee Berger).
Die erhaltenen Knochen von Lucy (Mitte) und – zum Vergleich – von Australopithecus sediba MH1 (links) und MH2 (rechts) (Originalabbildung von Lee Berger).  Urheber: Profberger. Lizenz: CC BY SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de

Der Australopithecus afarensis und die Musik

Den Namen Lucy verdankt das Fossil der damaligen Popularität der Beatles. Am Fundtag sollen die beteiligten Forscher mehrfach den Song „Lucy in the Sky with Diamonds“ gehört haben. Mit der Namensgebung war an jedoch zu voreilig, denn es ist nicht vollends bewiesen, dass Lucy ein Weibchen war. Die wissenschaftliche Bezeichnung von Lucys Art hat ihren Namen von dem lateinischen Wort australis („südlich“) und dem griechischen píthēkos („Affe“). Das Beiwort afarensis beschreibt den Fundort in der äthiopischen Afar-Region. Zusammengesetzt ergibt der Australopithecus afarensis also einen „südlichen Affe aus Afar“.

Australopithecus afarensis wurde nur 25 Jahre alt

Lucy war etwa 105 Zentimeter groß, also verhältnismäßig klein im Vergleich zu anderen Fossilien ihrer Art. Im Alter von rund 25 Jahren soll Lucy gestorben sein. Fußspuren ermöglichten die Auswertung ihrer Laufgeschwindigkeit. Nach einer  Videosimulation soll sie zwischen 2,1 und 4,6 Kilometer pro Stunde zurückgelegt haben. Auf den aufrechten Gang des Australopithecus afarensis lässt die Forscher die Beschaffenheit ihrer Oberschenkelknochen schließen.

Video über den  besterhaltene Australopithecus afarensis

Nachbildung des Skeletts von Lucy im Museo Nacional de Antropología in Mexiko-Stadt
Nachbildung des Skeletts von Lucy im Museo Nacional de Antropología in Mexiko-Stadt
Wiedervereinigung

Wiedervereinigung: 25 Jahre Deutsche Einheit

1961: Mitten in Berlin starteten die absurdesten Bauarbeiten der deutschen Geschichte. Untermauert von der größten Lüge des Jahrhunderts: „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu erreichten.“ Doch, denn Berlin ist, wie ganz Deutschland, seit dem Krieg aufgeteilt zwischen West- und Ost-Mächten. Es gab zwar Grenzen, aber in Berlin die Leute durch, viele pendelten sogar täglich zur Arbeit. Zu viele aber wanderten in den Westen aus. Diese Abstimmung mit den Füßen wollte das SED Regime stoppen und lies 1961 das berüchtigte Bauwerk hochziehen. So schnell, dass Familien getrennt wurden.

Wiedervereinigung
Wiedervereinigung: Google Doodle

Viele wollten es nicht Wahrhaben. Man kann doch kein ganzes Volk einsperren. Doch einige ahnten, dass genau das Brecht vor hatte, nämlich die letzte Fluchtmöglichkeit in den Westen zu schließen. Ganz mutige entkamen im allerletzten Moment. Und dann war die Grenze dicht! Ein Todesstreifen zog sich mitten durch Deutschland, im wahrsten Sinne des Worte.

Kennedy und Gorbatschow

Michail Gorbatschow
Michail Gorbatschow

Von da an gab es zwei Systeme in einem Land und in einer Stadt. Selbst US-Präsident Kennedy blieben damals nur tröstende Worte. „Ich bin ein Berliner“, sagte er. Helfen konnte er nicht. Die Sowjetunion machte seit Jahren drastisch klar, dass sie zur Stelle ist wenn das Volk nach Demokratie ruft. Und so verstummten diese Rufe. Man arrangierte sich – scheinbar. Bis zum Herbst 1989: „Wir sind das Volk“. Weil in Russland Michail Gorbatschow an der Macht ist, kann sich der schon lange schwelende Freiheitswunsch entfalten und endlich war sich das Volk mit Honecker mal einig: „Vorwärts immer, Rückwärts nimmer!“ Genau, denn wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, musste er von Gorbatschow lernen.

Honecker Rücktritt

Erich Honecker trat am 18. Oktober 1989 zurück. Es folgte am 9. November 1989 die legendäre Pressekonferenz von SED-Politbüro-Mitglied Günter Schabowski. Da heißt es nach 28 Jahren mauern: „Die zuständige Stellen … sind angewiesen, Visa zur ständigen Ausreise unverzüglich zu erteilen. Ausreisen können über alle Grenzübergangsstellen der DDR zur BRD erfolgen. Das ist, nach meiner Kenntnis, ab sofort. Unverzüglich.“

Die Sensation musste sofort verkündet werden. Als erster Fernsehsender berichtete es damals RTL. An dem Abend war klar: Die Mauer wird fallen. In Scharen kamen die Menschen, um die verhasste Grenze zu durchqueren. Dann war die Politik gefragt. Am 3. Oktober 1990 war die deutsche Wiedervereinigung besiegelt. Und ein Jahr nach dem Mauerfall feierten die Deutschen dann das erste Mal wieder gemeinsam Silvester – nach 41 Jahren endlich wieder als ein Volk.

Endlich frei sein, so lange träumten sie schon davon. „Ich habe mir einmal in meinem Leben gewünscht durch dieses Brandenburger Tor zu gehen. Ist das alles so schwer zu verstehen?“ schrie eine Frau die DDR-Grenzer an. „Ich habe erlebt, wie die Mauer gebaut worden ist und will sehen, wie man sie wieder abbaut“, sagte ein anderer DDR-Bürger unter Tränen. Endlich wurde ihr Mut und ihr Durchhaltewille belohnt. Die Mauer fällt – ohne einen einzigen Schuss. So etwas gab es noch nie, eine friedliche Revolution. Im November 1989 brachten Hunderttausende erst eine Mauer und damit ein ganzes System zum Absturz.

25 Jahre Deutsche Einheit – zwei Freunde erinnern sich an ihre Flucht

Den aktuellen Stand der Suchergebnisse gibt es hier zu sehen: Wiedervereinigung.

Wasser auf dem Mars: Google Doodle

Mars: Wasser auf dem Mars entdeckt

Forscher entdecken flüssiges Wasser auf dem Mars, das es in der kalten Wüstenwelt eigentlich nicht geben dürfte. Darauf deuten Messdaten der Raumsonde Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) hin. Salziges Schmelzwasser könnte demnach im Marssommer Bäche bilden.

Wasser auf dem Mars: Google Doodle
Wasser auf dem Mars: Google Doodle

Der US-Raumfahrtbehörde NASA liegen Beweise für fließendes Wasser auf dem Mars vor. „Unter bestimmten Gegebenheiten wurde fließendes Wasser auf dem Mars gefunden“, sagte der Leiter des Planetenprogramms, Jim Green, bei einer Pressekonferenz. Der Mars ist nicht der trockene, ausgedörrte Planet, für den wir ihn in der Vergangenheit gehalten haben.

Die Beweise hätten neue Analysen von Messdaten der Raumsonde Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) geliefert. Der Erkundungssatellit war 2005 gestartet und liefert hochauflösende Bilder sowie weitere Daten aus der Atmosphäre des roten Planeten.

Bäche auf dem Mars

NASA-Forscher John Grunsfeld sprach von einem „bedeutenden Fortschritt“. Es scheine bestätigt zu sein, dass „Wasser in Form von Salzlake-Bächen heute auf dem Mars fließt“. Dunkle Schlieren, die sich an Hängen an der Mars-Oberfläche hinabziehen, waren bereits vor rund vier Jahren entdeckt worden. Wissenschaftler hatten bisher aber keinen Beweis, dass diese Schlieren, die im Frühjahr entstehen, im Sommer größer werden und im Herbst verschwinden, Wasser sind.

Wasser auf dem Mars
Die dunklen Streifen sollen fließendes Wasser auf dem Mars gewesen sein. Foto: NASA

Nach umfassenden Auswertungen und Analysen sind die Forscher nun der Ansicht, dass es sich tatsächlich um Wasser handelt, das diese Spuren verursacht. Am wahrscheinlichsten ist es offenbar, dass die Salze Luftfeuchtigkeit absorbieren und so eine Salzlauge bildeten. Durch das Salz wird die Lauge den Forschern zufolge unter Marsbedingungen schon ab etwa minus 70 und plus 24 Grad Celsius flüssig.

Wissenschaftler sind schon lange überzeugt, dass früher reichlich Wasser auf dem Mars floss und dadurch die Täler und Schluchten auf dem Mars entstanden sind. Größere Klimaveränderungen vor drei Milliarden Jahren sollen das geändert haben. Wasser ist von zentraler Bedeutung für Leben, wie wir es kennen. Bislang war jedoch nur die Existenz von gefrorenem Wasser auf dem Erdnachbarn nachgewiesen.

Mars-Mission: Beweise für Wasser


„Special Effects“-Ingo hat mal wieder in die Trickkiste gegriffen,  heute in die akustische. Hier sein Mars-Wasser-Doodle (Lautsprecher einschalten!)

Informationsquellen: NASA, Wikipedia und Youtube. Den aktuellen Stand der Suchergebnisse gibt es hier zu sehen: Mars.

Herbstanfang: Google Doodle

Herbstanfang: Google Doodle zum kalendarischen Herbstbeginn

Heute ist astronomischer bzw. kalendarischer Herbstanfang und Google feiert dies mit einem Doodle auf seiner Startseite in Deutschland. Da der Herbst jedoch nur auf der Nordhalbkugel beginnt, ist es nur in 42 Ländern zu bestaunen. Auf der Südhalbkugel wird hingegen ein Doodle für den Frühlingsanfang erwartet.

Herbstanfang: Google Doodle
Herbstanfang: Google Doodle

Wann ist kalendarischer Herbstanfang?

Der astronomische oder auch kalendarische Herbstanfang ist in diesem Jahr auf der Nordhalbkugel der Erde am 23. September.

Wann ist meteorologischer Herbstanfang?

Für Meteorologen beginnt der Herbst am 1. September. Sie wählen bei den Jahreszeiten immer ganze Monate, da sie sich dann in Statistiken besser vergleichen lassen.

Herbstanfang: Baum im Herbst
Herbstanfang: Baum im Herbst

Was passiert am Herbstanfang?

Zum kalendarischen Herbstanfang steht die Sonne senkrecht über dem Äquator. Das heißt, überall auf der Erde ist der Tag genauso lang wie die Nacht. Dies ist in diesem Jahr am 23. September um genau 10:21 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit der Fall.
Der etwas spätere Start in den Herbst hat mit der Umlaufbahn der Erde um die Sonne zu tun. Unser Kalender rechnet mit 365 Tagen im Jahr. Tatsächlich hat das astronomische Jahr aber 365 Tage, 5 Stunden und 49 Minuten, die die Erde braucht, um einmal um die Sonne zu kreisen. Die knapp sechs Stunden Differenz werden alle vier Jahre mit einem Schalttag kompensiert. Dann hat der Februar 29 Tage und die darauf folgende Tagundnachtgleiche (auch Tag-und-Nacht-Gleiche) oder Äquinoktium (aus dem Lateinischen aequus gleich und nox Nacht) verschiebt sich zeitlich nach vorne. Im nächsten Schaltjahr 2016 beginnt der kalendarische Herbst wieder am 22. September.

In der Astronomie wird das Datum eines Äquinoktiums über die Einheit Tag hinaus näher bestimmt und als sekundengenauer Zeitpunkt angegeben. Dabei handelt es sich um jenen Moment, zu dem die Sonne den Himmelsäquator im Frühlings- beziehungsweise im Herbstpunkt passiert, und mit dem der Beginn dieser Jahreszeiten dann astronomisch definiert ist.

Was bestimmt den astronomischen Herbstanfang?

Wann der Herbst kalendarisch beginnt, hängt vom Stand der Sonne ab. Beim astronomischen Herbstanfang ist dafür entscheidend, wann die Sonne genau senkrecht über dem Äquator steht. Das geschieht 2015 am 23. September um 8.21 Uhr.

Werden die Tage kürzer?

Zum Herbstanfang sind Tag und Nacht wie beim Frühlingsbeginn gleich lang. Dann werden die Tage bis zum Winteranfang am 22. Dezember kürzer und die Nächte länger. Das ist zumindest bei uns auf der Nordhalbkugel der Fall – auf der Südhalbkugel ist das umgekehrt.

Warum ist immer am 23. September Herbstanfang?

Das stimmt so nicht ganz. Der Herbstanfang schwankt zwischen dem 22. und dem 23. September. Das liegt daran, dass unser Kalender von genau 365 Tagen ausgeht – in Wirklichkeit braucht die Erde für den Sonnenumlauf aber noch fünf Stunden und 49 Minuten länger. Daher gibt es auch alle vier Jahre ein Schaltjahr: Das soll genau diesen Unterschied ausgleichen.

Und woher kommt das Wort Herbst?

Herbst kommt vom germanischen Wort harbista, das für die Ernte steht. Mit dem Herbstanfang 2015 am 23. September beginnt also die Zeit die Ernte.

Was sind phänologische Jahreszeiten?

Das phänologische Jahr wird in 10 „phänologische Jahreszeiten“ eingeteilt. Fixiert werden diese Jahreszeiten durch bestimmte Wachstumsstadien an ausgewählten Pflanzen – sogenannte Leitphasen. So wird der Frühling unterteilt in Vorfrühling, Erstfrühling und Vollfrühling; der Sommer in Frühsommer, Hochsommer und Spätsommer; der Herbst in Frühherbst, Vollherbst und Spätherbst. Lediglich der Winter wird nicht unterteilt.

Herbstanfang: Bänke im Park
Herbstanfang: Bänke im Park

Was ist ein Blutmond?

Als Blutmond bezeichnet man umgangssprachlich das Aussehen des Mondes bei manchen totalen Mondfinsternissen. Wenn sich die Erde genau zwischen Mond und Sonne schiebt und es dadurch zu einer totalen Mondfinsternis kommt, ist der Mond nicht komplett dunkel, sondern meist noch immer zu sehen. Grund dafür ist, dass Sonnenlicht durch die Atmosphäre der Erde Richtung Mond abgelenkt wird und zwar vor allem langwelliges, also rotes Licht. Je „schmutziger“ die Atmosphäre, desto deutlicher ist dieser Effekt, so dass der eigentlich verdunkelte Mond blutrot erscheinen kann.

Am 28. September 2015 werden wir die vierte Mondfinsternis in zwei Jahren erleben. Diese vierte und vorerst letzte Mondfinsternis wird durch einen sogenannten Supermond wesentlich größer erscheinen.

Herbstanfang ist nicht die Tag- und Nachtgleiche!

Jeweils am Herbstanfang oder auch am Frühlingsanfang wird immer noch behauptet, es wäre dann in Deutschland die Tag- und Nachtgleiche. Stimmt nicht! Warum das nicht stimmt, erklärt Meteorologe Jörg Kachelmann in diesem Video.

Animiertes Google Doodle

Ingo Henze hat aus dem statischen Google Doodle eine sehr schöne Animation erstellt, mit sprechenden Eichhörnchen und jeder Menge Regen. Fazit: Sehr sehenswert!

Pluto Google Doodle

Pluto: NASA-Sonde New Horizons zu Besuch

Der Countdown läuft für den nächsten Meilenstein der Raumfahrt: Heute, um kurz vor 14 Uhr (MESZ), wird die NASA Raumsonde New Horizons in nur 12.500 km Entfernung am Zwergplaneten Pluto vorbeirasen.

Pluto Google Doodle
Pluto Google Doodle

Pluto wurde bisher von keiner Raumsonde besucht. Er ist so weit von der Sonne entfernt, so dass selbst die stärksten Teleskope kaum Details auf seiner Oberfläche ausmachen können. Die Auflösung der besten mit dem Hubble-Weltraumteleskop gewonnenen Aufnahmen erreichen nur 500 km pro Bildpunkt, also sehr unscharfe Bilder.

134340: Pluto ist nur noch eine Nummer

Pluto, aufgenommen von der Raumsonde New Horizons am 11. Juli 2015 aus einer Entfernung von rund 4.000.000 km.
Pluto, aufgenommen von der US-Sonde New Horizons am 11. Juli 2015 aus einer Entfernung von rund 4.000.000 km.

Pluto, das erste Objekt der später als Kuipergürtel bekannten Region des Sonnensystems, wurde 1930 entdeckt und galt zunächst als Planet. Inzwischen sind jenseits der Neptunbahn mehr als tausend Objekte bekannt und etliche größer als Pluto. Um die Zahl der Planeten nicht inflationär ansteigen zu lassen, hat die Internationale Astronomische Union (IAU) vor neun Jahren entschieden, Pluto als Zwergplaneten einzustufen. Damit musste er als offizielle Bezeichnung eine Nummer bekommen, wie es für Kleinkörper im Sonnensystem üblich ist.

Zwergplanet Pluto größer als bisher angenommen

Die Sonde New Horizons lieferte bereits erstaunliche Erkenntnisse. So hat sie Pluto kurz vor ihrem Vorbeiflug vermessen. Dabei wurde festgestellt, dass sein Durchmesser 1185 Kilometer betrage und Pluto damit 32 bis 48 Kilometer größer sei als bisher angenommen. Auch weise der Eiszwerg eine geringtere Dichte auf und besteht vielleicht aus mehr Eis als zunächst gedacht.

New Horizons schickt Liebesgrüße vom Pluto

Die NASA-Sonde hat neue Aufnahmen des Zwergplaneten gemacht, auf denen – mit etwas Fantasie – ein helles Herz zu sehen ist. Die Fläche, auf die sich das Herz erstreckt, ist um die 2.000 Kilometer groß und somit gut aus dem Weltall zu erkennen. Es beginnt ungefähr am Äquator des Pluto und läuft am Südpol zusammen.

Bei den Weltraum-Enthusiasten blieb die liebevolle Geste von Pluto nicht unbemerkt und fand ihren Weg in viele Tweets. Unter dem Stichwort „I love Pluto“ finden sich etliche Liebesbekundungen.

Pluto, Mond und Sterne

Von Pluto sind fünf Monde bekannt: Charon, Styx, Nix, Kerberos und Hydra.

Simulation des Vorbeiflugs

Die NASA bietet die Möglichkeit, eine Simulation des historischen Vorbeiflugs durchzuspielen bzw. die Mission live zu verfolgen. In dem Programm „Eyes on the Solar System“ (Download: ca. 27 MB) ist das Manöver gespeichert und kann in Originalgeschwindigkeit oder beschleunigt simuliert werden. Sichtbar gemacht wird dabei auch, wann welche Analyseinstrumente zum Einsatz kommen und worauf sie jeweils ausgerichtet werden.

Näher an Pluto als wir an TV-Satelliten

Die US-Sonde New Horizons, kommt den Zwergplaneten so nahe, wie kein von Menschen entwickeltes System vorher. Die New Horizons wird Pluto am Dienstag nur noch 12.500 Kilometer entfernt sein. Zum Vergleich: Die Fernsehsatelliten fliegen in der geostationärer Umlaufbahn, in rund 36.000 Kilometern Entfernung zur Erde.

Update: Doodle aktualisiert

Um 19:30 Uhr hat Google das Doodle aktualisiert. In der neuen Version des Doodles dreht sich Pluto richtig herum. ;-)

Google hat das Doodle aktualisiert. Pluto dreht sich nun richtig herum.
Google hat das Doodle aktualisiert. Pluto dreht sich nun richtig herum.

Informationsquellen: Wikipedia, NASA Homepage und Twitter,  Southwest Research Institute (SwRI).

Sommeranfang

Sommeranfang

Google feiert den heutigen Sommeranfang mit einem animierten Doodle auf seiner Startseite.

Sommeranfang
Sommeranfang

Wir alle lieben ihn, den Sommer. Das Eis in der Hand, sitzen wir Draußen und genießen das schöne Wetter. Und wie im aktuellen Google Doodle kam es bereits vor, dass das Eis auf meine Hand tropfte, ohne dass ich es sofort bemerkte.

Sommeranfang am 1. Juni und am 21. Juni

Astronomisch beginnt der Sommer mit der Sommersonnenwende. Das ist jener Zeitpunkt, zu dem die Sonne senkrecht über dem Wendekreis steht. An diesem Tag beschert uns die Sommersonnenwende den längsten Tag des Jahres. Dies geschieht bei uns, auf der Nordhalbkugel, am 21. Juni. Der meteorologische Sommeranfang hingegen ist immer bereits am 1. Juni.

Nahe den Polarkreisen gibt es zur Sommersonnenwende einen Tag ohne Sonnenuntergang (Mitternachtssonne, „Weiße Nächte“).

Sommeranfang mit Dauerregen und Kälte

Auf einen solch traumhaften Sommeranfang müssen wir, rein wettertechnisch, leider verzichten. Am heutigen Someranfang sollen die Temperaturen kaum über 20 Grad steigen. Nass soll es auch werden, so die Wettervorhersage für heute. Aber  bereits am Mittwoch soll sich die Schafskälte verabschieden und wir können auf einen schönen Sommer hoffen.

Sommer dauert länger als andere Jahreszeiten

Es war mir eigentlich nie bewusst, aber der Sommer ist tatsächlich die längste Jahreszeit. Dies liegt daran, dass die Umlaufbahn der Erde um die Sonne leicht elliptisch ist. Sie weicht daher von einer exakten Kreisbahn leicht ab. Dies hat zur Folge, dass die vier Jahreszeiten nicht genau gleich lang sind.

Die positive Konsequenz: Der Nordsommer dauert etwas länger und ist milder als der Südsommer, da sich während des Nordsommers die Richtung von der Erde zur Sonne etwas langsamer ändert und die Erde etwas weiter von der Sonne entfernt ist.

Tipps und Trends zum Sommeranfang