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Die NASA (National Aeronautics and Space Administration) ist die zivile US-Bundesbehörde für Raumfahrt und Flugwissenschaft. Der Hauptsitz befindet sich in Washington, D.C. (USA)

Wasser auf dem Mars: Google Doodle

Mars: Wasser auf dem Mars entdeckt

Forscher entdecken flüssiges Wasser auf dem Mars, das es in der kalten Wüstenwelt eigentlich nicht geben dürfte. Darauf deuten Messdaten der Raumsonde Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) hin. Salziges Schmelzwasser könnte demnach im Marssommer Bäche bilden.

Wasser auf dem Mars: Google Doodle
Wasser auf dem Mars: Google Doodle

Der US-Raumfahrtbehörde NASA liegen Beweise für fließendes Wasser auf dem Mars vor. „Unter bestimmten Gegebenheiten wurde fließendes Wasser auf dem Mars gefunden“, sagte der Leiter des Planetenprogramms, Jim Green, bei einer Pressekonferenz. Der Mars ist nicht der trockene, ausgedörrte Planet, für den wir ihn in der Vergangenheit gehalten haben.

Die Beweise hätten neue Analysen von Messdaten der Raumsonde Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) geliefert. Der Erkundungssatellit war 2005 gestartet und liefert hochauflösende Bilder sowie weitere Daten aus der Atmosphäre des roten Planeten.

Bäche auf dem Mars

NASA-Forscher John Grunsfeld sprach von einem „bedeutenden Fortschritt“. Es scheine bestätigt zu sein, dass „Wasser in Form von Salzlake-Bächen heute auf dem Mars fließt“. Dunkle Schlieren, die sich an Hängen an der Mars-Oberfläche hinabziehen, waren bereits vor rund vier Jahren entdeckt worden. Wissenschaftler hatten bisher aber keinen Beweis, dass diese Schlieren, die im Frühjahr entstehen, im Sommer größer werden und im Herbst verschwinden, Wasser sind.

Wasser auf dem Mars
Die dunklen Streifen sollen fließendes Wasser auf dem Mars gewesen sein. Foto: NASA

Nach umfassenden Auswertungen und Analysen sind die Forscher nun der Ansicht, dass es sich tatsächlich um Wasser handelt, das diese Spuren verursacht. Am wahrscheinlichsten ist es offenbar, dass die Salze Luftfeuchtigkeit absorbieren und so eine Salzlauge bildeten. Durch das Salz wird die Lauge den Forschern zufolge unter Marsbedingungen schon ab etwa minus 70 und plus 24 Grad Celsius flüssig.

Wissenschaftler sind schon lange überzeugt, dass früher reichlich Wasser auf dem Mars floss und dadurch die Täler und Schluchten auf dem Mars entstanden sind. Größere Klimaveränderungen vor drei Milliarden Jahren sollen das geändert haben. Wasser ist von zentraler Bedeutung für Leben, wie wir es kennen. Bislang war jedoch nur die Existenz von gefrorenem Wasser auf dem Erdnachbarn nachgewiesen.

Mars-Mission: Beweise für Wasser


„Special Effects“-Ingo hat mal wieder in die Trickkiste gegriffen,  heute in die akustische. Hier sein Mars-Wasser-Doodle (Lautsprecher einschalten!)

Informationsquellen: NASA, Wikipedia und Youtube. Den aktuellen Stand der Suchergebnisse gibt es hier zu sehen: Mars.

Pluto Google Doodle

Pluto: NASA-Sonde New Horizons zu Besuch

Der Countdown läuft für den nächsten Meilenstein der Raumfahrt: Heute, um kurz vor 14 Uhr (MESZ), wird die NASA Raumsonde New Horizons in nur 12.500 km Entfernung am Zwergplaneten Pluto vorbeirasen.

Pluto Google Doodle
Pluto Google Doodle

Pluto wurde bisher von keiner Raumsonde besucht. Er ist so weit von der Sonne entfernt, so dass selbst die stärksten Teleskope kaum Details auf seiner Oberfläche ausmachen können. Die Auflösung der besten mit dem Hubble-Weltraumteleskop gewonnenen Aufnahmen erreichen nur 500 km pro Bildpunkt, also sehr unscharfe Bilder.

134340: Pluto ist nur noch eine Nummer

Pluto, aufgenommen von der Raumsonde New Horizons am 11. Juli 2015 aus einer Entfernung von rund 4.000.000 km.
Pluto, aufgenommen von der US-Sonde New Horizons am 11. Juli 2015 aus einer Entfernung von rund 4.000.000 km.

Pluto, das erste Objekt der später als Kuipergürtel bekannten Region des Sonnensystems, wurde 1930 entdeckt und galt zunächst als Planet. Inzwischen sind jenseits der Neptunbahn mehr als tausend Objekte bekannt und etliche größer als Pluto. Um die Zahl der Planeten nicht inflationär ansteigen zu lassen, hat die Internationale Astronomische Union (IAU) vor neun Jahren entschieden, Pluto als Zwergplaneten einzustufen. Damit musste er als offizielle Bezeichnung eine Nummer bekommen, wie es für Kleinkörper im Sonnensystem üblich ist.

Zwergplanet Pluto größer als bisher angenommen

Die Sonde New Horizons lieferte bereits erstaunliche Erkenntnisse. So hat sie Pluto kurz vor ihrem Vorbeiflug vermessen. Dabei wurde festgestellt, dass sein Durchmesser 1185 Kilometer betrage und Pluto damit 32 bis 48 Kilometer größer sei als bisher angenommen. Auch weise der Eiszwerg eine geringtere Dichte auf und besteht vielleicht aus mehr Eis als zunächst gedacht.

New Horizons schickt Liebesgrüße vom Pluto

Die NASA-Sonde hat neue Aufnahmen des Zwergplaneten gemacht, auf denen – mit etwas Fantasie – ein helles Herz zu sehen ist. Die Fläche, auf die sich das Herz erstreckt, ist um die 2.000 Kilometer groß und somit gut aus dem Weltall zu erkennen. Es beginnt ungefähr am Äquator des Pluto und läuft am Südpol zusammen.

Bei den Weltraum-Enthusiasten blieb die liebevolle Geste von Pluto nicht unbemerkt und fand ihren Weg in viele Tweets. Unter dem Stichwort „I love Pluto“ finden sich etliche Liebesbekundungen.

Pluto, Mond und Sterne

Von Pluto sind fünf Monde bekannt: Charon, Styx, Nix, Kerberos und Hydra.

Simulation des Vorbeiflugs

Die NASA bietet die Möglichkeit, eine Simulation des historischen Vorbeiflugs durchzuspielen bzw. die Mission live zu verfolgen. In dem Programm „Eyes on the Solar System“ (Download: ca. 27 MB) ist das Manöver gespeichert und kann in Originalgeschwindigkeit oder beschleunigt simuliert werden. Sichtbar gemacht wird dabei auch, wann welche Analyseinstrumente zum Einsatz kommen und worauf sie jeweils ausgerichtet werden.

Näher an Pluto als wir an TV-Satelliten

Die US-Sonde New Horizons, kommt den Zwergplaneten so nahe, wie kein von Menschen entwickeltes System vorher. Die New Horizons wird Pluto am Dienstag nur noch 12.500 Kilometer entfernt sein. Zum Vergleich: Die Fernsehsatelliten fliegen in der geostationärer Umlaufbahn, in rund 36.000 Kilometern Entfernung zur Erde.

Update: Doodle aktualisiert

Um 19:30 Uhr hat Google das Doodle aktualisiert. In der neuen Version des Doodles dreht sich Pluto richtig herum. ;-)

Google hat das Doodle aktualisiert. Pluto dreht sich nun richtig herum.
Google hat das Doodle aktualisiert. Pluto dreht sich nun richtig herum.

Informationsquellen: Wikipedia, NASA Homepage und Twitter,  Southwest Research Institute (SwRI).