Schlagwort-Archive: Musik

Ludwig van Beethoven: Google Doodle

Ludwig van Beethoven: Google Doodle zum 245. Geburtstag

Am 17. Dezember 1770 wurde Ludwig van Beethoven in Bonn geboren.

Ludwig van Beethoven: Google Doodle
Ludwig van Beethoven: Google Doodle

Er wuchs unter schwierigen Verhältnissen auf. Sein Vater, dem Alkohol nicht abgeneigt, zwang ihn bereits als Kleinkind Klavier zu spielen. Er prahlte mit seinem Sohn, nahm Saufkumpanen nachts mit in die Wohnung und weckte seinen Sohn, der sein können dann präsentieren musste.

Die Schule besuchte Ludwig van Beethoven nur unregelmäßig, fast gar nicht. Das Klavierspielen war seinem Vater wichtiger als die Schulbildung. Daher konnte Beethoven sein Leben lang nicht wirklich rechnen und machte jede Menge Rechtschreibfehler.

Später entdeckte Hoforganist Gottlieb Neefe sein Talent und wusste ihn besser zu fördern. Im Jahre 1787 sollte Ludwig van Beethoven bei Mozart in Wien studieren. Auf Grund des schlechten gesundheitlichen Zustands seiner Mutter kehrte er jedoch zurück. Fünf Jahre später unternahm er einen weiteren Versuch, doch da war Mozart bereits verstorben. Ludwig van Beethoven wurde in Wien schließlich Schüler des Komponisten Joseph Haydn.

Erste Anzeichen eines Gehörleidens traten 1796 bei Beethoven auf. Er zog sich immer weiter zurück. 1802 offenbarte er in seinem „Heiligenstädter Testament“ seine Verzweiflung über die zunehmende Taubheit. 1814 trat Ludwig van Beethoven zum letzten Mal öffentlich auf. Um 1818 konnte er sich nur noch mit Hilfe von Konversationsheften mit seinen Besuchern unterhalten.

Ludwig van Beethoven verstarb am 26. März 1827 an den Folgen eines Leberleidens.

Ludwig van Beethoven Doodle: Die Lösung

Adolphe Sax: Google Doodle

201. Geburtstag von Adolphe Sax: Der Erfinder des Saxophons

Heute vor 201 Jahren: Es ist der 6. November 1814, als Adolphe Sax in Dinant (Wallonie, Belgien) das Licht der Welt erblickt. Bekannt macht ihn seine Erfindung des Saxophons, doch den großes Siegeszug seines Instrument erlebt Adolphe Sax nicht mehr. 

[ This article is also available in English: Adolphe Sax ]

Adolphe Sax: Google Doodle zum 200. Geburtstag
Adolphe Sax: Google Doodle

Adolphe Sax: Arm, aber innovativ

Adolphe Sax
Adolphe Sax

Adolphe Sax ist eines von elf Kindern. Die Familie Sax zieht 1835 nach Brüssel, wo der Vater Charles Joseph Sax, ein Kunsttischler, eine Instrumentenbauwerkstatt eröffnet. Adolphe besucht das Brüsseler Konservatorium und studiert dort Flöte, Klarinette, Gesang und Harmonie. Seine erste selbstständige Arbeit als Instrumentenbauer in der Werkstatt seines Vaters ist die Vervollkommnung von Klarinette und Bassklarinette (Patent 1838).

Ausgewandert – mit 30 Franc und einem Musikinstrument

1842 wandert der belgische Instrumentenbauer Adolphe Sax aus, von Brüssel nach Paris. Der 28-Jährige hat nur 30 Franc in der Tasche und im Gepäck seine neueste Erfindung: ein Musikinstrument, wie es die Welt noch nicht gesehen hat. Er nennt es Saxophon. In Paris, so hofft der junge Belgier, wird seine Erfindung Anklang finden.

Adolphe Sax wurde über Nacht bekannt

Und tatsächlich: Der damalige Papst der Pariser Musikszene, der Komponist Hector Berlioz, ist bereit ihn zu empfangen. Mehr noch, er darf vorspielen. Als Adolphe Sax am nächsten Morgen die Zeitung aufschlägt, ist er schon ein bekannter Mann. Berlioz hat ein wahres Loblied auf sein Saxophon geschrieben.

Der Hauptvorzug des Saxophons ist die abwechslungsreiche Schönheit seiner verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten. Berlioz schwärmt: „Einmal tief rund ruhig, dann träumerisch und melancholisch, zuweilen zart, wie der Hauch eines Echos.“

Das Geheimnis des Klanges

Das Geheimnis hinter dem besonderen Klang: Adolphe Sax hat ein Blasinstrument aus Blech mit dem weichen Klang eines Holzbläsers entwickelt, indem er das Mundstück einer Klarinette einfügte. Da das so genannte Blatt am Mundstück, dass den Ton erzeugt, aus Holz ist, zählt das Saxophon übrigens zur Gruppe der Holzblasinstrument.

Weshalb ist das Saxophon gebogen?

Saxophon: Eine Erfindung von Adolphe Sax
Saxhorn

Seinen vollen Klang bekommt das Saxophon erst durch das lange, gebogene Rohr. Gebogen übrigens nur, weil es sonst fast die Länge eines Alphorns hätte und sehr unhandlich wäre. Variiert wird der Ton, wie bei einer Flöte, durch Tonlöcher.

Belieferung der Militärkapellen

In Paris findet der junge Erfinder Adolphe Sax damals Freunde und Förderer, mit deren Geld er seine erste kleine Wohnwerkstatt errichtet. Schließlich hat er auch Erfolg bei Hof. Von König Louis-Philippe erhält Sax das Monopol zur Belieferung der Militärkapellen, denn das neue Instrument ist stimmstabil, wetterfest  und – wenn es sein muss – laut.

Patent wurde Adolphe Sax zum Verhängnis

Im Juni 1846 bekommt Adolphe Sax ein Patent. Nur er darf fortan Saxophone bauen. Das ruft jede Menge Neider auf den Plan. Die Pariser Instrumentenbauer versuchen, Sax in den Ruin zu treiben. Sie werben seine besten Mitarbeiter ab, streuen das Gerücht, er sei pleite und führen einen Patentprozess nach dem anderen gegen ihn. Schließlich geht seine Firma tatsächlich bankrott. Auch, weil sich das Saxophon in der ernsten Musik nicht durchsetzen kann. Am 7. Februar 1894 stirbt Adolphe Sax 79-jährig in Paris, verarmt und vergessen.

Jazz: Der Durchbruch des Saxophons

Saxophonist
Saxophonist

Erst 30 Jahre nach seinem Tod beginnt die eigentlich Karriere seines Saxophons, weit weg, in den USA. Jazz-Saxophonisten wie Charlie Parker machten das Saxophon zu dem, was es noch heute ist: eines der beliebtesten Solo-Instrumente  und sicher das mit dem coolsten Image.

Das Original Adolphe-Sax-Saxophone

Nick Rail & Jim Scimonetti beschreiben das Original-Instrument, das Saxophon von Adolphe Sax aus dem Jahre 1967. Video in englischer Sprache.

Andere empfehlenswerte Artikel zum Thema 201. Geburtstag von Adolphe Sax:

Erfinder des Pianos: Google Doodle

Erfinder des Pianos: Bartolomeo Cristofori

Bartolomeo Cristofori (* 4. Mai 1655 in Padua; † 27. Januar 1731 in Florenz) war ein italienischer Musikinstrumentenbauer. Er gilt als der Erfinder des Pianos. Venedig war im 16. Jahrhundert das wichtigste Zentrum des Instrumentenbaus in Italien.


Erfinder des Pianos: Google Doodle

Über Lehrjahre von Bartolomeo Cristofori, dem Erfinder des Pianos, wissen wir wenig; seine Biographie fängt mit fast 33 Jahren an, als er im Mai 1688 von Ferdinando de’ Medici, dem Sohn des toskanischen Großherzogs Cosimo III. de’ Medici, als Instrumentenbauer und -stimmer an seinen Hof in Florenz geholt wurde. Während dieser Zeit begann Cristofori die Arbeit an einer neuen Anschlagmechanik, die ein dynamisches Spiel erlauben würde.

Erfindung des Pianos

Erfinder des Pianos: Bartolomeo Cristofori
Der Erfinder des Pianos, Bartolomeo Cristofori.

Die Vermutung ist berechtigt, daß Cristofori bereits vorher an seiner Erfindung der Piano-Mechanik gearbeitet hat und dem Herzog ein funktionierendes Instrument vorweisen konnte. Details eines Spinetts, das er 1690 fertiggestellt hat, zeigen, dass er bereits zu diesem Zeitpunkt den typischen Steg seines Hammerflügels entwickelt hatte.

Gegen Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts wurde viel experimentiert, um ein Tasteninstrument zu konstruieren, das eine dynamische Spielweise (leise, laut und feine Abstufungen) durch unterschiedlich starken Anschlag der Tasten ermöglichte.

Um 1700 erfand er ein Cembalo mit einer neuen Mechanik. Sie erlaubte es, allein durch die Stärke des Anschlags wahlweise leise als auch laut zu spielen. Das Instrument hieß „arpicembalo che fà il piano e il forte“, kurz: Pianoforte. Es war die Geburtsstunde des Klaviers.

Dynamische Spielbarkeit

Grundlage für die dynamische Spielbarkeit (also mit veränderlicher Lautstärke) des Hammerklaviers war eine ausgefeilte Mechanik, bei der ein Hammer durch eine Stoßzunge gegen die Saite geschleudert wurde und sie zum freien Schwingen sofort wieder freigab. Mit dem Drücken der Taste wurde gleichzeitig ein Dämpfer angehoben, der nach Loslassen der Taste die schwingende Saite abfing. Cristofori spannte jeweils zwei gleich gestimmte Saiten (einen so genannten Chor) nebeneinander, um eine höhere Lautstärke zu ermöglichen. Im Jahre 1726 hatte Cristofori sein Instrument vollendet.

Man kann nicht behaupten, daß die Erfindung der Piano-Mechanik sich wie ein Lauffeuer in Europa verbreitet hat. Die Instrumente waren vermutlich sehr teuer und nicht jeder hat sich von der Möglichkeit überzeugen lassen, abwechselnd laut und leiser spielen zu können. Offenbar haben den vergleichsweise dumpfen Klang des Hammerflügels nicht geschätzt.

Erhaltene Bartolomeo Cristofori Flügel

Insgesamt sind zehn Instrumente verschiedener Bauart aus seiner Werkstatt erhalten.

Obwohl Cristofori Hammerflügel nachweislich bereits um 1700 gebaut hat, ist das älteste erhaltene Instrument aus 1720, als er bereits 65 Jahre alt war. Es steht heute im Metropolitan Museum of Art, New York

Ein weiterer Hammerflügel aus 1722 wird in der Museo Strumenti Musicali in Rom aufbewahrt, und obwohl viel von der originalen Substanz vorhanden ist, ist das Instrument so weit vom Holzwurm befallen, daß man es nicht riskiert, das Gehäuse unter Saitenspannung zu halten. Dennoch ist das Exemplar ein wichtiges Dokument und zeigt im Zusammenhang mit den anderen beiden Hammerflügeln, an welchen Teilen der Erfindung Cristofori um diese Zeit noch gearbeitet hat.

Der letzte erhaltene Hammerflügel ist aus 1726, hat den kleineren Umfang von C-c³ wie beim 1722er Instrument und befindet sich jetzt im Musikinstrumenten-Museum der Universität Leipzig. Der Erhaltungszustand ist weitgehend original (wobei jedoch das ursprüngliche Hammerleder nicht vorhanden ist), so daß wir aus diesem Instrument viel über Cristoforis Vorhaben lernen können. Dennoch wird dieser Hammerflügel aus konservatorischen Gründen nicht unter Spannung gehalten und steht also auch nicht als funtionierendes Musikinstrument zur Verfügung.

Der italienische Erfinder des Pianos, Bartolomeo Cristofori, verstarb am 27. Januar 1731.